E-Commerce UX Design: Was macht den Job so besonders?

Von Ann-Kathrin Hofmann
18. Februar 2022
Lesezeit: 4 Minuten

Kreativität und Technik ‒ Im E-Commerce Design treffen zwei Welten aufeinander. Wie lässt sich beides vereinen? Und was macht das Designen von Onlineshops so spannend gegenüber anderen Webprojekten? Wir haben im dmf-Design-Team nachgefragt, was diesen Job so besonders macht.

Was ist für euch als UX Designer das Spannende an E-Commerce-Projekten?

David: Anders als oft angenommen ist die E-Commerce-Welt für UX Designer:innen eine sehr abwechslungsreiche Spielwiese. Kund:innen haben immer wieder unterschiedliche Anforderungen und Wünsche, was den Vertrieb ihrer Produkte angeht. Auch die Zielgruppen unterscheiden sich teilweise deutlich. Dazu kommt der Aspekt, dass das Interface und die Vielzahl an Interaktionen, die ein Shop bietet, deutlich komplexer sind als bei einfachen Webprojekten. Hier ist es eine tolle Herausforderung, trotzdem besonders intuitive und funktionale Interfaces mit hohem Design-Anspruch zu konzipieren. Dazu kommen die Aspekte der Verkaufspsychologie, die man während der Gestaltung immer im Hinterkopf haben sollte, um eine möglichst hohe Conversion zu erreichen.

Florian: Das kann ich nur bestätigen: Unsere Aufgaben sind super abwechslungsreich. Wir erstellen komplett neue Corporate Identities. Wir übertragen Corporate Designs in Shop-Komponenten. Und wir optimieren bestehende Shops. Das Tolle am E-Commerce finde ich, dass es total ehrlich ist: Wenn man sich tolle Sachen ausdenkt, die aber nicht funktionieren, sieht man das direkt in den Zahlen. Man hat dadurch eine starke Lernkurve und versteht die jeweilige Zielgruppe immer besser.

Im E-Commerce gibt es einige technische Anforderungen. Wie lässt sich das mit einem kreativen Gestaltungsprozess vereinbaren?

Florian: Ich finde genau das spannend: die Brücke zu schlagen zwischen Ästhetik und Funktionalität. Was das genau für mich bedeutet, erzähle ich in diesem Interview ausführlicher. Insgesamt bieten die Projekte bei dmf die perfekte Mischung aus Branding und eher funktionalem, Conversion getriebenem Design. Unsere Onlineshops laufen auf Basis von Shopware, Hubble und Magento. Unsere Aufgabe ist es, die Systeme entsprechend der Anforderungen und Ziele unserer Kund:innen anzupassen. Bei manchen Projekten bleiben die Funktionen nah am Standard. Bei anderen fügen wir viele weitere Features hinzu. Hier gilt es mitzureden und die Perspektive der Nutzer:innen einzunehmen.

David: Eine unserer spannendsten Herausforderungen besteht darin, traditionelle Marken für die Online-Welt weiterzuentwickeln. Viele Unternehmen haben beim Thema E-Commerce nicht immer ihre Hausaufgaben gemacht, was ihre Designsprache, inhaltliche Strukturen, Content, etc. angeht. Es macht Spaß, die Marken zu durchleuchten, sie zu verstehen und dann strukturell und gestalterisch für den E-Commerce weiterzuentwickeln.

Was macht ein gutes UX Design im E-Commerce aus?

Florian: Das Ziel einer guten User Experience ist es, den Benutzer:innen ein positives Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Ein erfolgreiches UX Design begleitet die Anwender:innen smart und reibungslos durch den Shopping-Prozess und führt sie am Ende zu einer erfolgreichen Bestellung. Doch eine durchdachte UX-Strategie beginnt nicht erst im Onlineshop und endet auch nicht mit dem Kaufabschluss.

Dennis: Ganz genau. Das UX Design ist nicht nur für die Customer Journey im Shop selbst relevant. Im E-Commerce zählt vor allem die Performance, um die Conversion Rate zu steigern und auch bei Google sichtbar zu sein. Und es gibt noch weitere Design-Kniffe, die die Sichtbarkeit des Onlineshops in den Suchrankings erhöhen. Als E-Commerce UX Designer:in gibt es also viele Dinge zu bedenken, die über die reine User Interface Gestaltung hinausgehen. Das macht unseren Job so spannend!

David: Neben einer intuitiven Usability, effektiven Call-to-Actions und einem tollen Design achten wir im E-Commerce Design auch darauf, dass der Onlineshop auf allen Endgeräten reibungslos funktioniert. Wer einen tieferen Einblick in unsere Arbeit bekommen möchte, dem möchte ich diesen Blog-Post ans Herz legen.

Was muss man alles können, um euren Job richtig gut zu machen?

Dennis: Neben Kompetenzen im Bereich Mediengestaltung bzw. Grafikdesign ist auch ein technisches Grundverständnis für unsere Arbeit wichtig. Ich bin zum Beispiel nicht nur UX Designer, sondern auch Frontend-Entwickler. Das macht meinen Arbeitsalltag bei dmf besonders abwechslungsreich. Entwicklerkenntnisse sind für die Aufgaben im UX Design aber nicht unbedingt nötig. Ein grundsätzliche Affinität für Web-Technologien und digitale Trends sollte man jedoch mitbringen.

David: Wichtig ist auch, dass man mit Design-Tools sicher umgehen kann. Wir arbeiten bei dmf mit Figma, Sketch, InVision und den gängigen Adobe-Programmen wie Photoshop, Illustrator und InDesign. Auch Grundkenntnisse in HTML und CSS sind von Vorteil.

Florian: Ich finde es sehr wichtig, über den Tellerrand zu gucken und den eigenen Horizont zu erweitern. Auch über den E-Commerce-Kosmos hinaus. Dafür bietet dmf tolle Weiterbildungsmöglichkeiten.

Welche Möglichkeiten zur individuellen Weiterentwicklung bietet euch dmf?

David: Schon allein der Arbeitsalltag bietet die Möglichkeit, den eigenen Design-Prozess ständig zu optimieren und weiterzuentwickeln. Durch die enge Kommunikation im Team können wir Anpassungen sehr schnell umsetzen. Das bringt Abwechslung in den Arbeitsalltag und sorgt dafür, dass man nie aufhört nach links und rechts zu schauen. Man ist motiviert, sich selbst zu hinterfragen und zu überlegen, wie man Dinge in Zukunft noch besser gestalten kann als bisher.

Dennis: Darüber hinaus stellt uns dmf 1000 Euro pro Jahr für die persönliche Weiterentwicklung zur freien Verfügung. Wenn eine Fortbildung mehr kostet, wird auch das ermöglicht. Hier kann man über alles reden und es wird viel Wert auf die kontinuierliche Weiterbildung gelegt. Jeden Freitag findet zudem unser internes “Academy Meeting” statt, bei dem alle Kolleg:innen ihr Wissen zu verschiedensten Themen teilen. Dabei lernt man nicht nur Neues aus unterschiedlichen Disziplinen, sondern hat auch ein tolles Team-Gefühl.

Apropos Team: Wie ist die Arbeitsatmosphäre bei dmf und wie läuft die Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen?

David: Wir haben hier ein buntes Team mit hoher Motivation und viel Eigeninitiative. Hier wird man gefordert und gefördert und uns werden Ressourcen für die Umsetzung eigener Ideen und Entwicklungen bereitgestellt. Das spiegelt sich in der Arbeitsatmosphäre wider. Dank des tollen, großen Teams haben wir eine sehr hohe Schlagkraft und können Projekte innerhalb kürzester Zeit umsetzen.
Florian: Das kann ich alles unterstreichen. Besonders erwähnenswert finde ich auch die Work-Life-Balance bei dmf. Begriffe wie flexibles Arbeiten und Homeoffice / Remote Work usw. existieren hier nicht nur auf dem Papier, sondern sind bei uns gelebte Praxis.

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