Shopware-Migration für einen internationalen B2B-Onlineshop: Hilpress
Key Facts
- Branche: Industrie / Verbindungstechnik / Werkzeuge
- Projekt: Migration eines B2B-Onlineshops von OXID zu Shopware 6
- Plattform: Shopware 6 Community Edition
- Ausgangssystem: OXID eShop Community Edition
- Besonderheiten: komplexe ERP-Integration, kundenspezifische Preise, mehrere internationale Niederlassungen
- Schnittstellen: ERP-System und Produktdaten über DATANAUT
- Ziel des Projekts: Verbesserung der Usability, mehr Online-Bestellungen und höhere Sichtbarkeit in Suchmaschinen
- Leistungen von digital.manufaktur: Shopware Migration, B2B E-Commerce Entwicklung, ERP-Integration, UX-Optimierung, Shop-Architektur
Wie kann ein technisch gewachsener B2B-Shop erfolgreich auf Shopware 6 migriert werden?
Die Migration gelingt, wenn der neue Shop nahtlos in bestehende ERP-, PIM- und Datenstrukturen integriert wird, komplexe B2B-Preislogiken übernimmt und gleichzeitig Usability sowie Marketingmöglichkeiten verbessert. Genau dieses Ziel verfolgte das Projekt der Hilpress GmbH, bei dem parallel zur Shop-Migration auch ein neues PIM-System zur Strukturierung und Pflege der Produktdaten aufgebaut wurde.
Hilpress: Shopware-Migration eines internationalen B2B-Onlineshops mit ERP-Integration
Die Hilpress GmbH betreibt einen internationalen B2B-Onlineshop für Elektrotechnik-, Kabel- und Verbindungstechnik.
Ziel des Projekts war es, den bestehenden Shop von OXID eShop Community Edition auf Shopware 6 zu migrieren und gleichzeitig die Grundlage für eine bessere Nutzerführung, höhere Online-Bestellungen und mehr Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu schaffen.
digital.manufaktur verantwortete die technische Migration und die Architektur des neuen Shops. Die Integration in die bestehende Systemlandschaft erfolgte auf Basis vorhandener Schnittstellen in enger Zusammenarbeit mit unserem Integrationspartner DATANAUT.
Ausgangssituation: B2B-Onlineshop auf OXID mit komplexer Preislogik und ERP-Anbindung
Die Hilpress GmbH betreibt unter hilpress.com einen internationalen B2B-Onlineshop als digitalen Vertriebskanal.
Die bisherige Plattform basierte auf OXID eShop Community Edition und war über eine Schnittstelle mit dem ERP-System verbunden.
Der Shop stellte mehrere technische und organisatorische Anforderungen:
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Komplexe kundenspezifische Preislogik aus dem ERP
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Preise erst nach Login sichtbar
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Fortlaufend aktualisierte individuelle Kundenpreise
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Mehrere internationale Niederlassungen mit eigenen Sortimenten
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Standortspezifische Versandmethoden
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Unterschiedliche rechtliche Einheiten je Niederlassung
Parallel wurde ein individuelles Produktdaten-System („Mini-PIM“) eingeführt, über das Artikeldaten angereichert werden. Dieses System kommuniziert ebenfalls über die bestehende Schnittstelle mit dem Shop.
Damit entstand eine Architektur, in der ERP, PIM und Onlineshop eng miteinander verzahnt sind.
Projektziele: Migration zu Shopware 6 und Verbesserung von Usability, Conversion und Sichtbarkeit
Mit der Migration auf Shopware 6 verfolgte Hilpress mehrere strategische Ziele.
1. Nahtlose Integration in die bestehende Systemlandschaft
Das ERP bleibt das führende System für Preise, Kunden und Aufträge.
Der neue Shop muss sich reibungslos in diese Struktur integrieren.
2. Mehr Online-Bestellungen im B2B
Ein großer Teil der Bestellungen erfolgte weiterhin über:
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Telefon
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E-Mail
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persönliche Ansprechpartner
Der Shop sollte Kunden stärker motivieren, Bestellungen direkt online abzuwickeln.
4. Mehr Flexibilität für Marketing und Content
Das Marketing-Team sollte künftig:
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Aktionen selbst platzieren
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Inhalte einfacher pflegen
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Kampagnen schneller umsetzen können.
5. Höhere Sichtbarkeit in Suchmaschinen
Neben der technischen Modernisierung sollte der neue Shop auch die SEO-Grundlagen für bessere Sichtbarkeit schaffen.
Technische Umsetzung: Shopware 6, TradelinePro und ERP-Integration
Die technische Umsetzung des Projekts basiert auf Shopware 6 als skalierbarer E-Commerce-Plattform, ergänzt durch TradelinePro für zentrale B2B-Funktionen sowie eine nahtlose ERP-Integration für Preise, Kunden- und Produktdaten.
Gleichzeitig wurde eine Shoparchitektur entwickelt, die internationale Niederlassungen, unterschiedliche Sortimente und standortspezifische Anforderungen innerhalb einer zentralen Plattform abbildet.
1. Shopware 6 als Grundlage für einen skalierbaren B2B-Onlineshop
Als technische Basis wurde die Community Edition von Shopware 6 gewählt. Diese bietet eine moderne Architektur, hohe Erweiterbarkeit und kann bei Bedarf jederzeit auf höhere Lizenzstufen erweitert werden.
Damit erhält Hilpress eine skalierbare Plattform für zukünftige digitale Vertriebsstrategien.
2. B2B-Funktionalitäten mit TradelinePro-Komponenten
Da Shopware zentrale B2B-Funktionen erst in höheren Lizenzstufen bereitstellt, wurden bewährte B2B-Module aus anderen Projekten von digital.manufaktur integriert.
Dazu gehören unter anderem:
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Erweiterte Preislogik
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B2B-Bestellprozesse
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Anpassungen für komplexe Kundenstrukturen
Diese Komponenten bilden die Grundlage von TradelinePro – einer B2B-Architektur, die speziell für industrielle Händler und Hersteller entwickelt wurde.
3. ERP-Integration und Datenarchitektur für komplexe B2B-Preisstrukturen
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Integration der bestehenden ERP-Logik.
Wichtige Funktionen:
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Individuelle kundenspezifische Preise
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Regelmäßige Preisaktualisierung
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Preisanzeige erst nach Login
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Synchronisation von Kunden- und Produktdaten
Die technische Integration erfolgte über die bestehende Schnittstelle, die durch den dmf-Partner DATANAUT betreut wird. Dadurch bleibt das ERP weiterhin die zentrale Datenquelle für geschäftskritische Informationen.
„Gerade im B2B-Commerce ist das ERP fast immer das führende System. Der Shop muss sich daher nahtlos in diese Systemlandschaft integrieren, statt eigene parallele Datenstrukturen aufzubauen.“
– Felix Triefenbach, Projektmanager bei digital.manufaktur
Mehr dazu erfahren Sie in diesem Blogbeitrag: Warum Sie komplexe ERP-Abläufe nicht im Shop nachbauen sollten
4. Internationale Shopstruktur mit mehreren Niederlassungen und produktspezifischen Sortimenten
Eine weitere Herausforderung bestand darin, verschiedene internationale Niederlassungen innerhalb einer Shop-Plattform abzubilden.
Dabei mussten u.a. berücksichtigt werden:
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Eigene Versandmethoden
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Rechtlich getrennte Unternehmen
Die Lösung:
Eine zentrale Shop-Plattform, die mehrere Niederlassungen mit ihren jeweiligen Anforderungen abbildet.
Die Verwaltung erfolgt weiterhin zentral aus Deutschland.
Ergebnis: Moderner Shopware-6-Onlineshop als Grundlage für digitalen B2B-Vertrieb
Mit der Migration auf Shopware 6 verfügt Hilpress heute über eine moderne und zukunftsfähige B2B E-Commerce-Plattform.
Die wichtigsten Ergebnisse:
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Moderne Shop-Architektur auf Basis von Shopware 6
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Nahtlose Integration von ERP und Produktdaten-System
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Bessere Usability für B2B-Kunden
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Flexiblere Content- und Marketingsteuerung
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Grundlage für mehr Online-Bestellungen
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Verbesserte technische SEO-Basis
Damit ist der Shop optimal aufgestellt, um den digitalen Vertrieb weiter auszubauen und internationale Kunden effizient zu bedienen.

Fazit: Erfolgreiche Migration eines komplexen B2B-Shops von OXID auf Shopware 6
Die Migration von OXID auf Shopware 6 bei Hilpress zeigt, wie sich auch technisch gewachsene B2B-Onlineshops mit komplexen Anforderungen erfolgreich modernisieren lassen. Entscheidend war dabei nicht nur der Plattformwechsel, sondern vor allem eine stabile Systemarchitektur, in der das ERP weiterhin das führende System bleibt, ein neues System zur Strukturierung und Pflege der Produktdaten (PIM) aufgebaut wurde und gleichzeitig neue Möglichkeiten für den digitalen Vertrieb entstehen.
Durch die Umsetzung auf Basis von Shopware 6 entstand eine skalierbare Plattform, die sowohl die komplexe Preislogik im B2B-Geschäft als auch die Anforderungen mehrerer internationaler Niederlassungen abbilden kann. Gleichzeitig verbessert die neue Struktur die Nutzerführung und schafft bessere Voraussetzungen, um Kunden stärker in den Onlineshop zu führen und manuelle Bestellprozesse zu reduzieren.
Für Hilpress bildet der neue Shop damit die technische Grundlage für den weiteren Ausbau des digitalen B2B-Vertriebs – mit mehr Flexibilität für Marketing, besserer Usability für Kunden und einer langfristig wartbaren Systemlandschaft.
FAQ zur Shopware-Migration für B2B-Onlineshops
Der Aufwand hängt stark von der bestehenden Systemlandschaft ab. Besonders relevant sind ERP-Integrationen, individuelle Preislogiken und vorhandene Schnittstellen. In vielen Projekten geht es daher nicht nur um eine reine Datenmigration, sondern auch um die Neugestaltung der technischen Architektur, damit Systeme sauber zusammenarbeiten.
Ja. Gerade im B2B-E-Commerce ist das ERP häufig das zentrale System für Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und Kundeninformationen. Moderne Shoparchitekturen – wie im Hilpress-Projekt – integrieren den Shop über Schnittstellen in diese bestehende Systemlandschaft, sodass das ERP weiterhin die zentrale Datenquelle bleibt.
Individuelle Preise werden häufig im ERP verwaltet und beim Login in den Shop geladen. Dadurch sehen Kunden nur ihre kundenspezifischen Preise, während der Shop gleichzeitig die Produktstruktur, Navigation und Bestellprozesse bereitstellt.
Für Unternehmen mit mehreren Niederlassungen können standortspezifische Sortimente, Versandmethoden oder rechtliche Einheiten im Shop abgebildet werden. Gleichzeitig lässt sich die Verwaltung zentral organisieren, sodass Inhalte, Produkte und Marketingmaßnahmen effizient gesteuert werden können.
Eine Migration auf Shopware 6 lohnt sich für B2B-Unternehmen besonders dann, wenn bestehende Shopsysteme technisch eingeschränkt sind oder zukünftige Anforderungen – etwa ERP-Integration, komplexe Preislogiken, Internationalisierung oder individuelle B2B-Prozesse – nur schwer abbilden können. Gerade im B2B-Commerce stoßen stark standardisierte SaaS-Plattformen (z.B. Shopify) häufig an Grenzen, wenn kundenspezifische Preise, individuelle Produktlogiken oder tiefe Systemintegrationen erforderlich sind. Plattformen wie Shopware 6 bieten hier durch ihre offene Architektur deutlich mehr Flexibilität und Erweiterbarkeit.
