Die Top 10 B2B-Shopsysteme im Vergleich

Von Ann-Kathrin Hofmann
1. August 2022
Lesezeit: 9 Minuten

Welche E-Commerce-Lösungen gibt es auf dem Markt und welche B2B-Funktionen bringen diese mit? Welches B2B-Shopsystem eignet sich für welche Art von Unternehmen? Und halten die B2B E-Commerce-Lösungen der Platzhirsche in den Bereichen ERP und CRM auch mit dem technologischen Fortschritt im Onlinehandel mit?

Wir haben für Sie 10 führende Anbieter für B2B-Shopsysteme unter die Lupe genommen. Finden Sie den B2B Onlineshop, der zu Ihrem Unternehmen passt!

Die Auswahl des richtigen B2B-Shopsystems

Um erfolgreich in den B2B E-Commerce zu starten, ist die Auswahl des passenden B2B-Shopsystems enorm wichtig. Die Ansprüche an die Onlineshop-Software sind abhängig von der Unternehmensgröße- und organisation, der Branche, den Anforderungen der B2B-Kund:innen und vieler weiterer Komponenten. 

So spielt beispielsweise auch das bestehende IT-Ökosystem Ihres Unternehmens eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung. Im aktuellen B2B E-Commerce Konjunkturindex (B2Bkix) des ECC KÖLN gaben 42 Prozent der befragten B2B-Unternehmen an, dass sie Schwierigkeiten hatten, andere Systeme (z.B. ERP, PIM oder CMS) an das Shopsystem anzubinden. Vier von zehn B2B-Unternehmen fiel die Implementierung eines digitalen Onboarding-Prozesses schwer.

Um das passende B2B-Shopsystem für Ihr Unternehmen zu finden, sollten Sie also zunächst den Status quo Ihrer IT-Landschaft analysieren und die genauen Anforderungen an die Software definieren. Analysieren Sie Ihre Geschäftsprozesse und die Bedürfnisse ihrer Kund:innen genau. 

Folgende Fragen können dabei helfen:

  • Wie komplex ist der Beschaffungsprozess Ihrer B2B-Kund:innen? Gibt es nur eine:n einzelne:n Einkäufer:in oder sind viele Personen mit unterschiedlichen Entscheidungsbefugnissen und Budgetverantwortlichkeit involviert?
  • Haben Sie mit Ihren verschiedenen Geschäftskund:innen unterschiedliche Preise verhandelt, die über den Shop kundenindividuell angezeigt werden sollen? Sollen Preisverhandlungen in Zukunft über den Onlineshop durchgeführt werden?
  • Wollen Sie Ihre Waren international über verschiedene Länder, Sprachen, Währungen und Steuergesetze hinweg verkaufen?
  • Wollen Sie über den Onlineshop hinaus weitere Vertriebskanäle nutzen, beispielsweise Online-Marktplätze?
  • Bietet Ihr Warenwirtschaftssystem Schnittstellen zum Shopsystem an?
  • Wie flexibel für individuelle Weiterentwicklung soll Ihr Shopsystem sein? Wieviel Zeit, Budget und Entwickler-Know-how stehen Ihnen dafür zur Verfügung?

B2B-Shopsystem-Vergleich: unsere Basis

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Shopsysteme für den B2B E-Commerce auf dem Markt. Die meisten von Ihnen bringen umfangreiche B2B-Funktionalitäten mit. 

Wir haben zehn der gängigsten B2B-Onlineshop-Systeme verglichen. Als Basis dafür dienten neben unserer jahrelangen Erfahrung als E-Commerce-Agentur die Untersuchungen von Gartner (“Gartner Magic Quadrant for Digital Commerce”, August 2021) und Forrester (“The Forrester Wave™: B2B Commerce Solutions, Q2 2022”*).

Anmerkung: Die Forrester-Studie darf aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht abgebildet werden.

Die 10 wichtigsten B2B-Shopsysteme im Überblick

1. Adobe Commerce (Magento)

Im Magic Quadrant von Gartner ist Adobe Commerce, früher bekannt als Magento Commerce, führend. Auch Forrester stuft die E-Commerce-Plattform als “Strong Performer” ein. Während Magento Commerce in der Forrester-Studie 2017 noch der Spitzenreiter war, steckt Adobe Commerce in der aktuellen Forrester-Untersuchung allerdings hinter anderen B2B-Shopsystemen leicht zurück (die neuen Spitzenreiter sind nun Oracle, Salesforce und commercetools).

Adobe Commerce ist weltweit den unterschiedlichsten Branchen gut vertreten. Während die Open-Source-Version für B2B E-Commerce eher uninteressant ist, bietet die kostenpflichtige Version von Adobe Commerce eine Vielzahl an integrierten B2B-Funktionen. 

Geschäftskund:innen können ihre Unternehmenskonten selbst über benutzerfreundliche Kundenportale verwalten. Diese verfügen über speziell auf B2B-Einkäufer:innen zugeschnittene Features wie:

  • Kundenspezifische Produktkataloge und Preise, Inhalte und Promotions
  • Mehrere Käuferebenen mit spezifisch zuweisbaren Rollen und Berechtigungen
  • Einsicht in alle Echtzeitbestände, Angebote und Bestellhistorien
  • Definition von Regeln für die Genehmigung vor dem Kauf 
  • Überwachung von Budgets
  • Formulare zur Schnellbestellung
  • Upload von SKU-Listen
  • Erstellung gespeicherte Einkaufslisten

Darüber hinaus ist Adobe Commerce bekannt für die Vielzahl an konfigurierbaren Funktionen, die sich durch Extensions schnell, einfach und effizient an individuelle Anforderungen anpassen lassen. 

Interessant ist auch die Cloud-Lösung von Adobe Commerce. Hierbei handelt es sich um ein Platform-as-a-Service (PaaS) Angebot. Das heißt konkret: Das Hosting, die gesamte IT-Infrastruktur sowie alle relevanten administrativen Aufgaben werden ausgelagert, sodass die Kund:innen sich nicht mehr selbst darum kümmern müssen. Gleichzeitig ist stets gewährleistet, dass der B2B-Onlineshop einwandfrei läuft. Mit der Adobe Commerce Cloud erhalten B2B-Unternehmen also ein “Rundum-Sorglos-Paket”.

Fazit: 

Adobe Commerce (Magento) bietet ein etabliertes Shopsystem mit umfangreichen B2B-Funktionen, das sich mit entsprechenden Entwickler-Kenntnissen individuell erweitern lässt. Unternehmen, die eine robuste Handelslösung suchen, die umfassend angepasst werden kann, sollten Adobe Commerce in Betracht ziehen. 

2. Shopware

Als Anbieter, der sich zurzeit noch auf den deutschsprachigen Raum fokussiert, taucht Shopware zwar in der Forrester-Studie nicht auf und wird bei Gartner nur als Nischen-Player eingestuft. Da Shopware in Deutschland jedoch zu den erfolgreichsten Shopsystemen gehört, darf das Unternehmen in unserem Ranking natürlich nicht fehlen.

Mit dem Release von Shopware 6 hat sich der E-Commerce-Anbieter auf die Fahnen geschrieben, moderne Online-Einkaufs-Erlebniswelten mit einem flexiblen API-first-Ansatz zu erschaffen. Wie bei Adobe Commerce (Magento) steht auch hier eine kostenlose Community Edition zur Verfügung. Diese ist jedoch für den B2B E-Commerce kaum relevant. 

Die kostenpflichtige Version Shopware Enterprise hingegen bietet mit der integrierten B2B Suite spannende Features zur Erstellung eines B2B-Onlineshops, u.a.:

  • Zuweisung von Rollen, Berechtigungen, Limits und Budgets
  • Wiederkehrende Bestellungen oder Großeinkäufe schnell und einfach per Datei-Upload tätigen
  • Bestellungen von Mitarbeitenden anzeigen, bestätigen oder ablehnen
  • Angebote senden, einsehen und individuell verwalten
  • Wichtige Daten zur Bestellhistorie als Statistik anzeigen und filtern

Dank des API-first-Ansatzes lässt sich der Onlineshop bei Shopware 6 ganz flexibel und individuell anpassen, indem zusätzliche Software ganz einfach an- und abgedockt wird. Zudem können über den reinen Onlineshop hinaus sämtliche Verkaufskanäle, z. B. Online-Marktplätze, zentral über Shopware 6 gesteuert werden.

Fazit: 

Mit Shopware 6 Enterprise bekommen B2B-Unternehmen ein extrem flexibles Shopsystem, das sie nach Belieben individuell anpassen und erweitern können. Die lebhafte Entwickler-Community von Shopware bringt immer neue Erweiterungen und Plug-ins auf den Markt, die auch für den B2B Commerce sehr spannend sind. 

3. Salesforce B2B Commerce Cloud

Mit der Salesforce B2B Commerce Cloud hat der etablierte CRM-System-Anbieter eine neue B2B-Shop-Lösung auf den Markt gebracht, die sowohl von Gartner als auch von Forrester als eine der “Leader” unter den B2B-Shopsystemen bewertet wird.

Die B2B-Onlineshop-Software basiert nativ auf Salesforce und verfolgt den CRM-zentrierten Ansatz des Unternehmens. Die B2B-Funktionen umfassen u.a. kundenspezifische Kataloge und Preise, personalisierte Einkaufserlebnisse und zahlreiche Optionen für effizienten Kundenservice.

Die Commerce Cloud wird als Software as a Service (SaaS) angeboten. Das heißt, dass Salesforce sich um das Hosting, die IT-Infrastruktur und regelmäßiges Sicherheitsupdates kümmert. B2B-Unternehmen bekommen eine Komplettlösung mit schneller Time-to-market.

Fazit:

Salesforce bietet mit der B2B Commerce Cloud eine B2B-Komplettlösung. Diese eignet sich am besten für Unternehmen mit hohem Bruttowarenwert, die bereits in den anderen CRM-Angeboten von Salesforce verankert sind.

4. Oracle

Forrester stuft Oracle als “Leader” im Bereich der aktuellen B2B-Commerce-Lösungen ein, Gartner bewertet das Shopsystem als “Visionär”. Die Shop-Lösung eignet sich für komplexe Geschäftsmodelle, deren Entwicklung und operative Digitalisierung Zeit in Anspruch nehmen.

Die Oracle Commerce Cloud bietet umfangreiche B2B-Funktionen, z.B. benutzerdefinierte Kataloge und Preisgestaltung, Kontohierarchien und Berechtigungen sowie effiziente Genehmigungsprozesse. Die Punchout-Funktion ermöglicht es geschäftlichen Nutzer:innen, Bestellungen über das eigene Beschaffungssystem ihres Unternehmens aufzugeben.

Die Commerce Cloud ist Teil des CX-Portfolios von Oracle, das separate Vertriebs-, Marketing- und Serviceanwendungen umfasst. Die Shopsoftware eignet sich daher besonders für Unternehmen, die bereits Oracle-Kunde sind oder an vorgefertigten Integrationen zu anderen Oracle-Produkten wie Oracle CPQ interessiert sind.

Fazit:

Oracle eignet sich am besten für hochkomplexe B2B-Geschäftsmodelle mit einer Kombination aus direktem Kunden-Self-Service, indirekten Vertriebspartnern und digital unterstütztem Verkauf.

5. commercetools

Das Münchner Unternehmen commercetools steht für moderne Headless-Commerce-Lösungen. Sowohl bei Forrester als auch bei Gartner rangiert das System unter den Spitzenreitern.

Die API-Architektur macht commercetools extrem flexibel. So lassen sich die neuesten Technologien, einsatzbereite Commerce-Services und -Systeme von Drittanbietern schnell und mit minimalem Aufwand ins IT-Ökosystem integrieren. Durch die Übernahme der Composable-Frontend-Plattform Frontastic Ende 2021 bietet commercetools nun auch ein leistungsstarkes “Frontend as a Service” (FEaaS).

Obwohl commercetools als “Leader” im Bereich der B2B-Commerce-Lösungen eingestuft wurde, bietet das System keine integrierten B2B-Funktionalitäten. Ein modernes Entwickler-Team kann auf Basis des API-first-Ansatzes jedoch einen individuellen B2B-Shop mit commercetools entwickeln.

Fazit:

Commercetools eignet sich für Unternehmen mit einer klaren und innovativen digitalen Strategie. Mit modernen Entwicklerkenntnissen lässt sich ein individueller B2B-Shop auf Basis neuester Technologien entwickeln.

6. Spryker Commerce Cloud OS

Auch das Berliner Unternehmen Spryker setzt auf Composable Commerce und gehört zu den Marktführern in diesem Bereich. Die Cloud-basierte Plattform (PaaS) Spryker Cloud Commerce OS lässt sich durch den modularen Aufbau an verschiedenste Geschäftsmodelle individuell anpassen.

Forrester und Gartner stufen die B2B-Shoplösung jeweils im mittleren Bereich ihres Rankings ein (“Strong Performers” und “Visionary”). Trotz einiger Schwachstellen in den Bereichen Personalisierung, Optimierung und Testing werden in beiden Berichten die starke Vision und das beeindruckende Wachstum von Spryker hervorgehoben.

Für den B2B Commerce stellt Spryker Commerce Cloud OS eine Vielzahl wichtiger Module bereit, z.B. kundenindividuelle Kataloge und Preise, Nutzerrollen und -berechtigungen, automatisierte Bestellprozesse und viele mehr. Darüber hinaus lassen sich, dank des Headless-Commerce-Ansatzes, zusätzliche Features, Drittanbieter-Tools usw. an Spryker anbinden.

Fazit:

Spryker eignet sich am besten für Fertigungsunternehmen mit komplexen Geschäftsmodellen und komplexen ERP-Prozessen. Das modulare Shopsystem lässt sich sehr individuell an jedes Geschäftsmodell anpassen, erfordert dadurch aber auch einen hohen Entwicklungsaufwand. Spryker ist besonders beliebt bei Unternehmen, die B2B und B2C E-Commerce auf einer Plattform abbilden wollen.

7. OroCommerce

Im Bericht von Forrester ist OroCommerce nicht gelistet, bei Gartner als Nischen-Player. Während sich die anderen bisher vorgestellten Shopsysteme sowohl an B2C- als auch an B2B-Unternehmen richten, hat sich OroCommerce ausschließlich auf den B2B-E-Commerce spezialisiert. Mit der flexiblen Plattform lässt sich ein B2B Onlineshop genauso erstellen wie ein B2B-Marktplatz, ein Kunden- oder ein Großhandelsportal.

Die kostenpflichtige OroCommerce Enterprise Edition beinhaltet B2B-Funktionen wie die Verwaltung von Firmenkunden-Accounts mit der Zuweisung von Benutzerrollen und Berechtigungen, kundenindividuelle Produktkataloge und Preislisten, gespeicherte Einkaufslisten, die Unterstützung von CPQ-Prozessen (Configure-Price-Quote), anpassbare Workflows u.v.m. 

Interessant für international agierende Unternehmen: Das Shopsystem bietet flexible Verwaltungsfunktionen für mehrere Webseiten mit unterschiedlichen Sprachen, Währungen und Steuervorschriften. Verschiedene Geschäftsbereiche können von einer zentralen Adminkonsole aus gesteuert werden.

Fazit:

Wie u.a. bei Shopware und Adobe Commerce, ist auch bei OroCommerce nur die kostenpflichtige Enterprise Version interessant für B2B-Unternehmen. Diese bietet umfangreiche B2B-Funktionen und lässt sich darüber hinaus individuell anpassen.

8. SAP Commerce Cloud

Die Einstufung von SAP in den beiden genannten Studien ist interessant: Während SAP im Bericht von Gartner als einer der Spitzenreiter rangiert, bildet die B2B-Lösung von SAP in der Forrester-Studie das Schlusslicht. Die Einstufung bei Forrester basiert allerdings nur auf öffentlich zugänglichen Informationen, da SAP nicht am vollständigen Evaluierungsprozess teilgenommen hat.

Die Schwachstelle von SAP ist die monolithische Architektur. Dadurch ist die Innovationsfähigkeit und Erweiterbarkeit des Systems im Vergleich zu anderen Lösungen wenig flexibel. Die gewachsenen Strukturen von SAP stellen jedoch auch eine Stärke dar: Der robuste Funktionsumfang eignet sich für große, globale Unternehmen mit komplexen Anwendungsfällen. Die Plattform hat ihre Skalierbarkeit im Laufe der Jahre unter Beweis gestellt, da viele Unternehmen sie in verschiedenen Regionen betreiben und hohe Einnahmen erzielen.

Die SAP Commerce Cloud eignet sich für B2C und B2B Commerce gleichermaßen. Sie bietet Lösungen für komplexe B2B Beschaffungs- und Lieferantenmodelle ebenso wie für klassische B2C-Bestellworkflows.

Die E-Commerce-Lösung von SAP beinhaltet alle relevanten B2B-Funktionen wie die Zuweisung von Rollen, Genehmigungs-Workflows, Budget-Verwaltung u.v.m. Darüber hinaus werden länderübergreifende Webseiten mit verschiedenen Sprachen und Währungen unterstützt.

Fazit:

Die SAP Commerce Cloud lässt sich ideal in ein bestehendes SAP-Ökosystem integrieren. Sie eignet sich daher am besten für hochkomplexe B2B-Unternehmen, die bereits in SAP CRM und ERP investiert haben. 

9. BigCommerce

BigCommerce bietet native Funktionen für Geschäftsmodelle mit geringer Komplexität sowie flexible APIs für komplexere Geschäftsmodelle. Das Hauptklientel des Unternehmens sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Mit großen Unternehmen, die ein Bruttowarenvolumen (GMV – gross merchandise volume) von mehr als 50 Millionen Dollar haben, hat BigCommerce bisher kaum Anwendungsfälle.

Die BigCommerce B2B Edition bietet B2B-Basisfunktionen wie kundenspezifische Preise, Kundenkonten mit zuweisbaren Rollen und Berechtigungen, eine Online-Zahlungsabwicklung und gespeicherte Einkaufslisten für wiederkehrende Bestellungen. Gartner beurteilt das B2B-Paket von BigCommerce allerdings als eher schwach und konstatiert im Bericht: 

“Obwohl BigCommerce jetzt B2B als Teil seines Produktpakets aufgenommen hat, sind die Funktionen ziemlich einfach und werden immer noch Schwierigkeiten haben, B2B-Kunden auf Unternehmensebene anzuziehen. Selbst mit dem aktuellen Angebot müssen Kunden andere Anwendungen von Drittanbietern integrieren, um einige B2B-Anwendungsfälle zu erfüllen.” 

Quelle: “Gartner Magic Quadrant for Digital Commerce”, August 2021

Der Forrester Wave™-Bericht stuft BigCommerce als einen der “Strong Performers” ein, weist dabei aber auch auf Schwächen in der Produktkatalogverwaltung, der Kundenkonto-Self-Service-Verwaltung und bei Personalisierungsmöglichkeiten hin. Stark sei das System hingegen in den Bereichen Architektur, Drittanbieterkanäle sowie Erweiterbarkeit und Integration.

Fazit:

BigCommerce eignet sich für kleine und mittelgroße B2C- und B2B-Unternehmen, die eine Cloud-native, mandantenfähige Anwendung suchen, die über APIs erweitert werden kann.

10. Intershop

Das in Jena ansässige IT-Unternehmen Intershop gehört zu den ersten E-Commerce-Anbietern auf dem Markt. Es verfügt dementsprechend über langjährige Erfahrung und bietet professionelle Lösungen mit leistungsstarken Tools.

In Sachen B2B Commerce bietet Intershop umfangreiche Funktionalitäten wie Self-Service-Kundenportale, kundenspezifische Kataloge und Preise, die Möglichkeit zur Schnellbestellung, Kostenstellen- und Budgetverwaltung u.v.m.

Darüber hinaus bietet Intershop mehrere vorgefertigte Integrationen für führende Produktinformationsmanagement-Systeme (PIM); Warenwirtschafts-Systeme (ERP) und CRM-Anwendungen. Dies trägt dazu bei, dass sich die digitale Handelsplattform in die meisten technischen Ökosysteme einfügt, die bereits im Unternehmen vorhanden sind.

Sowohl Gartner als auch Forrester sehen Schwächen in der Erweiterbarkeit des Shopsystems von Intershop. Trotz vieler Upgrades an der gesamten Plattformarchitektur ist ein flexibler Composable-Ansatz mit Interhsop noch nicht möglich.

Fazit:

Intershop eignet sich am besten für komplexe globale B2B-Unternehmen mit hohem GMV. Die gut integrierte Plattform bietet umfangreiche Funktionen und kann für hohe Zugriffs- und Transaktionsvolumina skaliert werden. Die monolithische Architektur macht sie allerdings weniger flexibel für individuelle Erweiterungen.

Fazit

Die hier vorgestellten Top 10 Anbieter für B2B-Onlineshop-Systeme sind alle mit ausgereiften Lösungen für den B2B E-Commerce auf dem Markt. Welche Shopsoftware die passende für Ihr Unternehmen ist, hängt von Ihrer Branche, den gewünschten Funktionen, Ihrem Budget und der bestehenden IT-Landschaft ab.

Gerne beraten wir Sie individuell und helfen Ihnen bei der Auswahl. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

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