Finanzierung und Förderung für Digitalprojekte ‒ ein Überblick für Unternehmen

Von Ann-Kathrin Hofmann
7. Juni 2022
Lesezeit: 11 Minuten

Der Schritt in den E-Commerce hält für lokale Händler:innen und Unternehmen ein enormes Potential bereit, die Zielgruppe zu erweitern und die Umsätze zu steigern. Doch der Aufbau eines professionellen Onlineshops stellt auch eine hohe Investition dar. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gibt es daher interessante Finanzierungsmöglichkeiten, die den Einstieg in den E-Commerce erleichtern.

Bei der Frage nach der geeigneten Finanzierungsform für Digitalprojekte lässt sich grundsätzlich zwischen Eigen- und Fremdkapital sowie zwischen langfristigen und kurzfristigen Finanzierungsalternativen unterscheiden. Die ideale Finanzierungsform für das E-Commerce-Projekt ergibt sich aus dem Investitionszweck sowie der Entwicklungsphase des jeweiligen Unternehmens.

Einstieg in den E-Commerce: Wie viel kostet die Erstellung eines Onlineshops?

Gründer:innen, bestehende Handelsunternehmen oder Hersteller, die den Schritt in den E-Commerce gehen wollen, stehen vor der Frage: Wie viel kostet es, einen professionellen Onlineshop erstellen zu lassen?”

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn, wie in so vielen Fällen, hängt die Investitionssumme von individuellen Bedürfnissen ab. So unterscheiden sich die Anforderungen an einen B2B-Shop eines Industrieunternehmens erheblich von denen an eine B2C-Plattform, bei der die emotionale Markenbildung im Vordergrund steht.

Entscheidend ist der Grad der Individualisierung des Onlineshops: Soll dieser spezifische Funktionen und ein individuelles Design haben? Oder reichen die Kernfunktionen in der Standardversion aus? Doch auch in diesem Fall müssen zusätzliche Kosten einkalkuliert werden: 

“Die eigentlichen Aufwände entstehen vor allem durch die Integration des Shopsystems in bestehende IT-Ökosysteme der Kund:innen oder durch das Schaffen eines zu Produkt und Marke passenden Einkaufserlebnisses”, erklärt Philipp Reger, Vertriebsexperte bei digital.manufaktur. 

Die Investition für einen soliden Shop belaufe sich auf 50.000 bis 120.000 Euro. “Ein solcher Onlineshop deckt die grundsätzlichen Anforderungen ab, hat eine erste Integration in die IT-Landschaft des Betreibers und ein der Marke entsprechendes Erscheinungsbild”, so Philipp.

Er ist überzeugt: “Es lohnt sich, in einen hochwertigen Onlineshop mit einer guten User Experience und einwandfreier Funktionalität zu investieren. Schließlich ist der Shop ein Aushängeschild des Unternehmens und eine Verkaufsplattform, die 24 Stunden am Tag Umsätze generieren kann.” 

Ein schlecht gemachter Onlineshop hingegen bringe auf Dauer keinen Profit, verhindere die langfristige Kundenbindung und wirke sich negativ auf die Markenwahrnehmung aus. “Beim E-Commerce sollte man daher nicht am falschen Ende sparen, sondern lieber in einen zukunftsfähigen Onlineshop investieren”, so der E-Commerce-Experte.

Grundsätzliche Dinge, die man als Startkapital für die Erstellung eines professionellen Onlineshops einkalkulieren muss, sind:

  • die Lizenzgebühren des Shopsystems
  • die Entwicklungskosten für die IT-Integration und ggf. individuell angepasste Funktionen
  • ggf. die Kosten für die Erstellung eines individuellen UX-Designs
  • Beratungskosten durch die E-Commerce-Agentur (z.B. zur Auswahl des Shopsystems, die Konzeption der Infrastruktur und die Entwicklung eines realistischen Projektplans)

Hinzu kommen laufende Kosten, beispielsweise für die Gebühren und Provisionen der Zahlungsanbieter (z.B. Paypal) sowie Online-Marketing-Maßnahmen.

In diesem Blog-Beitrag geht Philipp auf weitere wissenswerte Fakten über die Kosten eines Onlineshops ein.

Relaunch, Replatforming & Co: Investitionen auch für bestehende E-Commerce-Unternehmen

Auch für Onlinehändler:innen, die bereits eine E-Commerce-Plattform betreiben, stellt sich früher oder später die Frage nach erneuten Investitionen:

  • Wer erfolgreich mit einem kleinen Onlineshop gestartet ist, wird bald eine leistungsstärkere Infrastruktur benötigen, um weiter zu wachsen. 
  • Große Unternehmen, die ihre Effizienz steigern wollen, müssen ihre Prozesse nach und nach weiter digitalisieren und automatisieren. 
  • Die E-Commerce-Branche unterliegt einem stetigen Wandel. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Shopbetreiber:innen stetig neue Technologien in ihre E-Commerce-Plattform integrieren.
  • Auch das bestehende Shopsystem ist irgendwann veraltet. Mit dem End of Life von Magento 1 im Juni 2020 mussten beispielsweise zahlreiche Unternehmen auf Magento 2, Shopware 6 oder ein anderes System wechseln.

Die finanziellen Vorteile von bestehenden E-Commerce-Unternehmen im Vergleich zu Neustartern: Organisationsstrukturen und Versandprozesse sind bereits digitalisiert. Aufgrund der bestehenden digitalen Infrastruktur und gemachter Erfahrungen lässt sich der Investitionsbedarf besser abschätzen.

Eine wichtige Sache gibt es allerdings zu beachten: Während der ursprüngliche Onlineshop noch operativ im Einsatz ist, muss das neue System bereits eingeführt werden. Es entstehen also teils doppelte Kosten. Auch die Datenmigration vom alten ins neue System kann recht komplex werden und muss gut geplant sein.

Kommen wir nun zu der Frage: Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Digitalprojekte wie die Erstellung eines Onlineshops? 

Eigenkapital-Finanzierung

Die Eigenkapitalfinanzierung ist eine Möglichkeit, die erforderlichen Mittel für den Aufbau eines Onlineshops aufzubringen. Die Vorteile gegenüber externer Finanzierung: Es müssen keine Zinsen gezahlt werden, es entstehen keine Abhängigkeiten zur Bank und das Kapital steht dem Unternehmen unbefristet zur Verfügung.

Es wird zwischen zwei Arten von Eigenfinanzierung unterschieden, die wir hier mit zwei Praxisbeispielen veranschaulichen wollen:

  • Innenfinanzierte Eigenfinanzierung: Ein schon seit einigen Jahrzehnten bestehendes, erfolgreiches Handelsunternehmen plant den Schritt in den E-Commerce. Um Eigenkapital zu bilden, schüttet das Unternehmen die erzielten Gewinne nicht an die Anteilseigner:innen aus, sondern behält diese ein und investiert sie direkt in den Aufbau des Onlineshops (Gewinnthesaurierung).
  • Außenfinanzierte Eigenfinanzierung: Ein Start-up finanziert den Aufbau einer E-Commerce-Plattform und einer digitalen Infrastruktur mithilfe von Investor:innen. Im Gegenzug erhalten die Geldgeber:innen je nach Höhe ihrer Einlage einen Anspruch auf zukünftige Gewinnausschüttungen. Zusätzlich beantragt das Start-up eine staatliche Förderung, die es nicht zurückzahlen muss.

Weitere Möglichkeiten der Eigenkapitalfinanzierung sind:

  • Vermögensumschichtungen/Abschreibungen
  • Bootstrapping
  • Einlagenerhöhung der Gesellschafter:innen
  • Aktienemissionen
  • Crowdfunding

Kredit bei der Hausbank

Wenn die Mittel aus Eigenkapital nicht für die Finanzierung des Digitalprojektes ausreichen, benötigt man Fremdkapital. Klassischerweise ist dies ein Darlehen von der Hausbank. Der Vorteil: Die Bank erhält ‒ anders als Investor:innen oder ggf. Aktionär:innen ‒ kein Mitspracherecht bei Unternehmensentscheidungen. So wird die unternehmerische Unabhängigkeit sichergestellt.

Der Nachteil: Die Gelder aus Krediten und Darlehen stehen nur befristet zur Verfügung und müssen fristgerecht zurückgezahlt werden. Die monatliche Tilgungsrate kann vor allem in der Anfangsphase zu einer hohen finanziellen Belastung werden. 

Hinzu kommt: Banken stufen E-Commerce-Händler:innen in vielen Fällen in die Kategorie “risikoreich” ein. Das führt zu sehr schlechten Tarifbedingungen oder sogar zur Ablehnung des Kreditantrages seitens des Kreditinstituts. 

Um eine Finanzierung durch die Bank zu erhalten, müssen Onlinehändler:innen ein solides und überzeugendes Geschäftskonzept vorlegen und strenge Sicherheitsvoraussetzungen erfüllen. Das kann beispielsweise eine Verpfändung des Geschäftskontos oder eine persönliche Bürgschaft sein. Das bedeutet, dass der Kreditnehmer notfalls mit seinem Privatvermögen haftet.

Wenn die Bank den Kredit aufgrund des hohen Risikos nicht genehmigt, kann ein sogenannter Konsortialkredit helfen. Dabei wird der Kredit durch mindestens zwei Kreditinstitute gewährt. Ein Beispiel für einen Konsortialkredit ist der “Kredit für Wachstum” der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

“Kredit für Wachstum” der KfW

Mit dem “Kredit für Wachstum” unterstützt die KfW Bankengruppe Unternehmen u.a. bei der Finanzierung großer Digitalisierungsvorhaben. Dabei beteiligt sich die KfW als Konsortialpartnerin oder indirekt als Risikounterbeteiligung an Fremdkapitalfinanzierungen von Finanzierungspartnern. Unternehmen erhalten auf diese Weise leichteren Zugang zu Krediten, da die KfW einen Teil des Risikos trägt.

Antragsstellung: Unternehmen erhalten den KfW-Kredit für Wachstum bei einem Kreditinstitut oder Finanzierungspartner ihrer Wahl. Die Beteiligung der KfW erfolgt auf Einladung des Finanzierungspartners über eine gesonderte Vereinbarung (Risikounterbeteiligungsvertrag). Der Antrag wird vom Finanzierungspartner an die KfW weitergeleitet.

Zum KfW-Kredit für Wachstum

Staatliche Förderprogramme

Der Staat stellt Unternehmen verschiedene Fördermittel für Digitalisierungsvorhaben zur Verfügung. Der E-Commerce gehört dabei zu den Branchen, die am meisten gefördert werden. Ziel ist es, durch Investitionen in digitale Technologien und digitales Know-how den für Deutschland so wichtigen Mittelstand wettbewerbs- und zukunftsfähig zu halten.

Die staatlichen Programme fördern sowohl Beratungsleistungen als auch IT-Investitionen und Weiterbildungen für den Einstieg in die Digitalisierung und den E-Commerce. Zu den Förderrinstrumenten gehören:

  • Förderdarlehen: Darlehen zu günstigen Konditionen, d.h. günstige Zinsen, lange Laufzeiten und häufig eine rückzahlungsfreie (tilgungsfreie) Anlaufphase.
  • Nicht rückzahlbare Zuschüsse: Eine Auflistung der Zuschüsse, die für Digitalprojekte relevant sind, finden Sie unten.
  • Mikrokredite
  • Beteiligungen
  • Bürgschaften

Eine umfassende Auflistung aller Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union bietet die Website www.foerderdatenbank.de. Doch bei den vielen verschiedenen Möglichkeiten verlieren viele Unternehmer:innen schnell den Überblick.

Welche Förderprogramme sind für die Digitalisierung wirklich wichtig? Wie viel Geld bieten die einzelnen Programme? Und wie werden die Mittel beantragt? Hier ein kompakter Überblick:

“Digital Jetzt”: Förderprogramm des BMWK

Mit dem Programm “Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ unterstützt das Bundesministerium  für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei, mehr in digitale Technologien sowie die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu Digitalthemen zu investieren. 

Förderfähig sind mittelständische Unternehmen aller Branchen – einschließlich Handwerksbetriebe und freie Berufe – mit 3 bis 499 Beschäftigten. Da es allerdings ein enormes Aufkommen an Förderanträgen gibt und nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht, entscheidet mittlerweile das Los, welches Unternehmen eine finanzielle Förderung bekommt. 

  • Förderart: Zuschuss
  • Gefördert wird: u.a. Hard- und Software, Mitarbeiterqualifizierung
  • Höhe der Förderung: 3.000 – 100.000 Euro, max. 45 % der Gesamtinvestition

Zur offiziellen Seite von “Digital Jetzt” des BMWK

Antragsstellung: Der Antrag für “Digital Jetzt” ist bis einschließlich 2023 zu stellen. Wichtig: Das Unternehmen muss den Antrag auf Förderung bereits vor Beginn des Digitalisierungsvorhabens stellen. Nach Bewilligung muss das Projekt innerhalb von 12 Monaten umgesetzt werden.  

Zum Antragsportal

“Go-digital”: 50% Zuschuss vom BMWK für KMU

Mit dem Förderprogramm “go-digital” unterstützt das BMWK kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe mit unter 100 Mitarbeitenden beim Einstieg in die Digitalisierung. 

Im Rahmen des Programms werden Beratungs- und Umsetzungskosten mit einer Förderquote von 50 % auf einen maximalen Berater-Tagessatz von 1.100 Euro finanziert. Der Förderumfang beträgt dabei maximal 30 Tage in einem Zeitraum von sechs Monaten.

  • Förderart: Zuschuss
  • Höhe der Förderung: max. 16.500 Euro, max. 50 % der Gesamtinvestition
  • Gefördert wird: Beratungsleistungen, Weiterbildung

Antragsstellung: digital.manufaktur steht Ihnen als ein vom BMWK autorisiertes Beratungsunternehmen bei der Beantragung des go-digital Förderprogramms gerne zur Seite. Wir kümmern uns um den gesamten Verwaltungsaufwand und reichen alle Anträge und Abrechnungen beim BMWK ein. 

Hinweis: Aktuell (Stand Juni 2022) nimmt das BMWi keine Neubewilligungen für go-digital vor, da das Programm der vorläufigen Haushaltsführung unterliegt. Sobald Neubewilligungen wieder möglich sind, gibt das Ministerium es auf seiner Webseite bekannt.

ERP-Digitalisierungs- und Innovations­kredit der KfW

Der Digitalisierungs- und Innovations­kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz KfW) unterstützt Unternehmen dabei, die innerbetriebliche Digitalisierung voranzubringen. Die Förderung umfasst u.a. die Einführung digitaler Vertriebskanäle, Apps und Plattformen für den E-Commerce.

Mit dem ERP-Digitalisierungs­kredit fördert die KfW mittelständische Unternehmen, Frei­berufler:innen und Start-Ups. Sie erhalten einen zinsverbilligten Kredit. Voraussetzung ist ein bestehender Finanzierungspartner. Es ist möglich, den Förderkredit der KfW mit anderen Fördermitteln zu kombinieren.

  • Förderart: Zinsverbilligter Kredit
  • Höhe der Förderung: 25.000 – 25 Millionen Euro, ab 2,34 % effektivem Jahreszins
  • Gefördert werden: Investitionen und Betriebsmittel in den Bereichen Innovation und Digitalisierung

Antragstellung: Der Kredit beantragen Unternehmen nicht direkt bei der KfW, sondern bei einer Bank oder Sparkasse. Für die Vorbereitung des Antrages und des Bankgespräch stellt die KfW ein Tool zur Verfügung: zum KfW-Förderassistenten.

Zur Seite der KfW

Weitere Förderdarlehen und Beteiligungen der KfW, die für ihr Digitalisierungsvorhaben in Frage kommen können, sind:

unternehmensWert: Mensch plus (uWM plus)

Das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) finanzierte Förderprogramm “unternehmensWert:Mensch” (kurz uWM plus) soll KMU bei ihrem Weg in die Digitalisierung unterstützen.

Ziel des Programm ist es, sogenannte betriebliche Lern- und Experimentierräume zu erschaffen, in denen Unternehmen mithilfe professioneller Prozessberater:innen Lösungen für die digitale Transformation entwickeln und innovative Arbeitskonzepte erproben. 

Gefördert werden Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und weniger als 50 Millionen Jahresumsatz.

  • Förderart: Zuschuss
  • Höhe der Förderung: max. 12 Beratungstage, max. 80 % der Gesamtinvestition
  • Gefördert werden: Beratungsleistungen

Antragstellung: Zur Seite von unternehmensWert:Mensch plus

„Förderung unternehmerischen Know-hows“ des BAFA

Das Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Beratungen für KMU. Die Unternehmen können sich von qualifizierten Berater:innen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung beraten lassen. Ebenso erhalten Unternehmen in Schwierigkeiten einen Beratungszuschuss zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.

  • Förderart: Zuschüsse
  • Höhe der Förderung: individuell
  • Gefördert werden: Beratungsleistungen

Antragstellung: Unternehmen haben noch bis Ende des Jahres 2022 die Möglichkeit – sofern noch Kontingent vorhanden ist – einen Zuschuss zu den Kosten einer Unternehmensberatung zu erhalten. 

Zur Seite des BAFA

Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW)

Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (kurz GRW) des BMWK ist das wichtigste Instrument zur Regionalförderung des Bundes und der 16 Bundesländer. Ziel ist es, Unternehmen in ausgewählten strukturschwachen Regionen, den sogenannten GRW-Fördergebieten, zu unterstützen.

Die Bandbreite der Instrumente der GRW reicht von Zuschüssen für Investitionen und Lohnkosten bis hin zu Zinsverbilligungen. 

  • Förderart: Zuschüsse & Kredite
  • Höhe der Förderung: individuell, unterscheidet sich je nach Bundesland
  • Gefördert wird: individuell

Antragstellung: Die Beantragung der GRW-Förderung erfolgt über die Investitionsbank des jeweiligen Bundeslandes (z.B. die NBank für Niedersachsen).

Informationen der Bundesländer zur GRW

Zur Seite des BMWK

High-Tech Gründerfonds (HTGF)

Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert seit 2005 Technologie-Start-ups in Deutschland. Fördergeber ist das BMWK. 

Ziel der Seed-Finanzierung ist die Schließung der Finanzierungs-Lücke neugegründeter Start-ups aus den Bereichen Digital Tech, Industrial Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfeldern. Zudem steht ein erfahrenes Team aus Investment-Manager:innen und Gründungs-Expert:innen den Gründer:innen beratend zur Seite.

  • Förderart: Beteiligung, Darlehen
  • Höhe der Förderung: Bis zu 3 Millionen Euro
  • Gefördert wird: Investitionen in Existenzgründung & -festigung, Forschung & Innovation (themenoffen)

Antragstellung: Gründer:innen oder Unternehmen reichen ihr Pitch Deck oder ihren Business Plan bei der High-Tech Gründerfonds Management GmbH ein. Weiterführende Informationen, Merkblätter und Formblätter: http://www.high-tech-gruenderfonds.de 

Förderprogramm der einzelnen Länder

Neben den bundesweiten Förderprogrammen bieten auch die einzelnen Bundesländer Fördermaßnahmen für die Digitalisierung an, die von den dort ansässigen Unternehmen beantragt werden können. 

Da die Fördermaßnahmen und Richtlinien stetigen Veränderungen unterliegen, verzichten wir an dieser Stelle auf eine Auflistung der einzelnen Programme. Stattdessen verweisen wir Sie direkt auf die Webseite der jeweiligen Förderbank Ihres Bundeslandes.

Auf den folgenden Seiten finden Sie stets die aktuellen Förderprogramme und Richtlinien Ihres jeweiligen Bundeslandes:

E-Commerce-Leasing

Beim E-Commerce-Leasing werden die Kosten für die Umsetzung des Onlineshops in monatlichen Raten über einen bestimmten Zeitraum beglichen. So können auch Unternehmen mit kleinerem Budget ins E-Business einsteigen, ohne Abstriche bei der Qualität der Plattform machen zu müssen. Mit den monatlichen Leasing-Raten werden u.a. folgende Kosten abgedeckt:

  • Planung und Entwicklung des Onlineshops durch eine Digitalagentur
  • Lizenzkosten für das Shopsystem und andere Software
  • Kosten für Hardware

Der große Vorteil des Leasing-Modells besteht darin, dass Unternehmen durch die genaue Planbarkeit der Kosten ihre Liquidität schonen und gleichzeitig mehr Budget zur Gestaltung und Vermarktung ihrer E-Commerce-Plattform zur Verfügung haben. 

Die monatlichen Raten lassen sich üblicherweise direkt aus dem Cashflow bezahlen, sodass sich das finanzielle Risiko deutlich verringert. Ebenso greifen hier die steuerlichen Vorteile des Leasings: Investitionen müssen nicht abgeschrieben werden, sondern können als laufende Betriebsausgaben berücksichtigt werden.

Insbesondere die Leasing-Modelle “Pay-as-you-earn” und “Pay-per-use” sind interessant für E-Commerce-Unternehmen. Bei Ersterem zahlt der Leasingnehmer erst ab dem Livegang seines Onlineshops – und damit erst ab dem Zeitpunkt, wenn Umsatz generiert wird. Die Vorfinanzierung übernimmt der Leasinganbieter. Bei Pay-per-use wird flexibel nach Nutzung bezahlt. Im E-Commerce-Kontext kann sich dies beispielsweise auf interne Nutzerinnen, registrierte Kund:innen oder auf das Bestellvolumen beziehen.

Auch digital.manufaktur bietet die Möglichkeit zur Finanzierung Ihres Onlineshops mit E-Commerce-Leasing. Mit der MMV Leasing GmbH haben wir seit vielen Jahren einen verlässlichen Partner an unserer Seite. Für genauere Infos zu unseren Leasing-Möglichkeiten sprechen Sie uns gerne an. 

Fintechs: Innovative Finanzierung für Digitalisierungsprojekte

Ein Darlehen von der Hausbank, staatliche Förderungen und Leasing ‒ all dies sind klassische, lange etablierte Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen. Im Zuge der Digitalisierung werden jedoch auch im Finanzierungs-Sektor zunehmend neue Lösungen entwickelt, die die traditionellen Methoden ergänzen oder gar ablösen. 

So wenden sich immer mehr Unternehmen an Neobanken und Fintechs, um ihre Digitalprojekte schnell und unkompliziert zu finanzieren. Der Vorteil dieser neuen, digitalen Finanzierungsdienstleister gegenüber traditionellen Hausbanken: Mittels digitalen Antragsverfahren läuft der Prozess deutlich effizienter ab. Das bedeutet: schnelle Entscheidungen, kein “Papierkram”.  

Fintechs (kurz für “Finanztechnologieunternehmen”) verfügen darüber hinaus über das notwendige Verständnis im E-Commerce und kennen die Anforderungen von KMU im Onlinehandel. Zu diesem Zweck greifen Fintechs auf unterschiedliche Methoden zurück, beispielsweise Finetrading (Beschaffungsfinanzierung) oder Factoring

Ein weiterer Vorteil von Fintechs gegenüber den strengen Kredit-Richtlinien von Hausbanken: Fintechs bieten meist innovative Sicherheiten, um jungen und wachstumsstarken Unternehmen, die sonst keinen Kredit erhalten würden, die Finanzierung zu ermöglichen. So können beispielsweise Waren, der zukünftige Cashflow oder Forderungen als Sicherheit eingesetzt werden.

Hier eine Auswahl an Neobanken und innovativen Finanzdienstleistern:

Fazit: Welche Finanzierung passt zu Ihrem Digitalprojekt?

Die Finanzierungsmöglichkeiten für Digitalprojekte sind vielfältig. Neben der klassischen Finanzierung über einen Bankkredit gibt es vielversprechende Möglichkeiten wie Leasing, Fördermittel oder Fintechs. Viele dieser Finanzierungsmodelle lassen sich auch miteinander kombinieren.

Welche Finanzierungsstrategie für Sie die richtige ist, hängt ganz von Ihrem individuellen Digitalisierungsvorhaben ab. Die Finanzierung muss optimal zu Ihrem Geschäftsmodell, Ihrer finanziellen Situation und der Phase, in der sich Ihr Unternehmen befindet, passen. Es lohnt sich also, die verschiedenen Möglichkeiten zu prüfen, abzuwägen und dann mit voller finanzieller Power in den E-Commerce zu starten.

[Beitrag vom 12.11.2020 aktualisiert am 07.06.2022]

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