Wie Hedemann durch eine Akeneo PIM-Integration und Shopware 6 über 300.000 Artikel performant abbildete
Der Fachhändler Hedemann stand vor der gewaltigen Herausforderung, über 300.000 hochkomplexe Produkte aus unterschiedlichsten Datenquellen in einem Onlineshop performant abzubilden. Durch unsere nahtlose Integration von Shopware 6 und dem Akeneo PIM-System schufen wir einen zentralen, hochstrukturierten Datenpool, der B2B- und B2C-Kunden mit dynamischen Filtern zielsicher zum richtigen Produkt führt.
Key Facts
- Shopware-Version: Shopware 6
- Branche/Kategorie: Baubeschläge und Werkzeuge für Handwerk/Industrie, B2C und B2B
- Markenübersicht: Fachhändler (Claus Hedemann GmbH & Co. KG) mit über 300.000 Artikeln
- Features: Zielgruppenspezifische Jobwelten als thematische Einstiegsseiten, Fachberater-Kontaktpunkt, Markenpartner-Landingpages, externe Produktinhalte auf den Produktdetailseiten integrieren
- Technische Merkmale: diverse Drittanbieter-Tools, AI-Berater-Integration, Akeneo-Anbindung
Projektübersicht
- Kunde: Hedemann (Profi-Store24)
- Branche: B2B & B2C E-Commerce (Baubeschläge & Werkzeug)
- Plattform: Shopware 6 & Akeneo PIM
- Herausforderung: Gigabyte an unstrukturierten Rohdaten, über 300.000 Artikel, komplexe Variantenbildung
- Lösung: Akeneo PIM-Integration, dynamische Gruppenprodukte (JSON), spezifische B2B-Suite
- Ergebnis: Performanter Multichannel-Shop, effiziente Datenpflege auf Knopfdruck, intuitive B2C-ähnliche Usability im B2B
Ausgangssituation und Problem
Das junge Unternehmen Hedemann hat sich als Experte für Baubeschläge und Werkzeuge für das Bauhandwerk sowie die Industrie etabliert. Um ein riesiges Sortiment einem neuen Kundenkreis digital zugänglich zu machen, musste der „Profi-Store24“ entwickelt werden.
Die Ausgangslage brachte massive datentechnische Herausforderungen mit sich:
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Gigabyte an Rohdaten in unterschiedlichsten Dateiformaten, Kategorisierungen und Bezeichnungen der Handelspartner.
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Die Gefahr von extremer Unübersichtlichkeit für den Endnutzer bei über 300.000 Artikeln.
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Performance-Risiken und hohe Hosting-Kosten, die bei der Indexierung solch massiver Datenmengen in Standard-Shopsystemen drohen.
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Die Notwendigkeit, sowohl B2B-Kunden (mit komplexen Anforderungen) als auch B2C-Konsumenten in einem System optimal zu bedienen.

Zielsetzung des Projekts
Hauptziel war es, das komplexe Warenangebot smart online erlebbar zu machen. Konkret sollten folgende Punkte erreicht werden:
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Aufbau eines zentral nutzbaren, zukunftssicheren digitalen Datenpools (Single Source of Truth).
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Schaffung einer intuitiven Navigation, bei der Kunden genau das finden, was sie suchen (B2C-Usability für B2B-Kunden).
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Integration starker B2B-Funktionen (eigene Kataloge, individuelle Rabatte).
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Eine performante Storefront ohne explodierende Webhosting-Kosten.
Lösung und Architektur
Um die extrem großen Datenmengen stabil zu verarbeiten, fiel unsere technologische Wahl auf eine Dual-Architektur: Shopware 6 als hochflexibles Shop-System für die Darstellung und B2B/B2C-Logik, gepaart mit Akeneo PIM (Product Information Management) als intelligentes Datenherzstück.
Um die gigantische Produktvielfalt für den Nutzer übersichtlich zu bündeln, konzipierten wir sogenannte „Gruppenprodukte“. Über dynamische JSON-Felder werden Rohdaten im PIM miteinander verknüpft, sodass im Shopware-Frontend nicht tausende Einzelartikel, sondern smarte Produktvarianten (z. B. eine Schraube in verschiedenen Größen und Ausführungen) über dynamische Filter auswählbar sind. Zusätzlich banden wir externe Produktdaten-Plattformen wie Loadbee und Nextmart an, um die Artikelseiten mit tiefgehenden Herstellerinformationen anzureichern.

Umsetzung
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PIM-Setup & Datenstrukturierung: Gemeinsam mit den Fachabteilungen von Hedemann strukturierten, kategorisierten und importierten wir Gigabyte an Rohdaten in Akeneo. Durch unsere Eigenentwicklungen erweiterten wir das PIM flexibel.
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Dynamische Datenübertragung: Die in Akeneo gepflegten Gruppenprodukte werden nun per Knopfdruck in Shopware 6 synchronisiert und sind sofort live.
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B2B-Werkzeuge: Wir erweiterten den Shopware-Standard um entscheidende Funktionen. Es entstand ein Key-Account-Bereich für personalisierte Produktkataloge, Nettopreis-Anzeigen, Gefahrgut-Hinweise und ein integrierter Workflow zur schnellen Erstellung personalisierter B2B-Angebote.
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Performance & Markenwelten: Unsere Modul-Optimierungen reduzierten die Indexierungszeiten drastisch. Wir werteten das Frontend durch gezielte „Markenwelten“ (z. B. für Bosch, Makita, Festool) auf, was Kunden eine professionelle und geführte Navigation ermöglicht.

Ergebnisse und KPIs
Mit dem „Profi-Store24“ verfügt Hedemann nun über eine Plattform, die das gewaltige Sortiment performant und verkaufsfördernd bündelt.
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Effizientes Datenmanagement: Hedemann-Mitarbeiter können 300.000+ Produkte zentral im PIM pflegen und fehlerfrei per Knopfdruck in den Shop pushen.
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Hohe Conversion Rate: Durch angereicherte Daten (Nextmart/Loadbee) fühlen sich Nutzer umfassend beraten, was die Kaufabschlüsse nachweislich steigert.
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Gestärkte Kundenbindung: Personalisierte B2B-Workflows (Angebote, individuelle Rabatte) verschaffen Hedemann einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
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Kosteneffizientes Hosting: Durch tiefgreifende Optimierungen der Shopware-Indexierung bleibt der Shop trotz der Datenmasse extrem schnell und sparsam im Ressourcenverbrauch.

Learnings und Best Practices
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Ab 100.000 Artikeln ist ein PIM Pflicht: Ein Shopsystem ist kein Daten-Auffangbecken. Gigantische und diverse Sortimente müssen zwingend in einem vorgelagerten PIM-System (wie Akeneo) normalisiert und angereichert werden, bevor sie in den Shop fließen.
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Gruppenprodukte verhindern Chaos: Anstatt Nutzer mit tausenden identisch aussehenden Suchtreffern zu überfordern, bündeln smarte JSON-Filter Varianten zu übersichtlichen Gruppenprodukten auf der Detailseite. Das erhöht die Usability enorm.
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B2C-Usability im B2B gewinnt: Geschäftskunden erwarten heute das gleiche intuitive Einkaufserlebnis, das sie aus dem B2C kennen – kombiniert mit B2B-spezifischen Hintergrundprozessen wie Netto-Preisen und Angebots-Workflows.

FAQ: PIM-Integration & Große Sortimente in Shopware 6
Shopware 6 ist technologisch auf große Datenmengen ausgelegt. Um Performance-Einbußen und hohe Hosting-Kosten zu vermeiden, müssen jedoch die Indexierungszeiten optimiert (z. B. durch asynchrone Prozesse via Message Queue) und die Daten zuvor in einem PIM-System konsolidiert werden.
Gruppenprodukte fassen gleichartige Artikel (z.B. ein Werkzeug in verschiedenen Leistungsstufen oder Farben) zusammen. Über dynamische Filter kann der Nutzer auf einer einzigen Produktseite (PDP) genau die Variante auswählen, die er benötigt, anstatt durch endlose Kategorieseiten scrollen zu müssen.
Plattformen wie Loadbee oder Nextmart liefern strukturierte, hochwertige und stets aktuelle Herstellerdaten (Bilder, Videos, technische Spezifikationen) direkt in den Shop. Das entlastet die eigene Datenpflege und erhöht durch bessere Informationsqualität die Conversion Rate.
Fazit
Die Case Study von Hedemann beweist eindrucksvoll: Auch extrem diverse, gigantische Produktsortimente lassen sich performant und nutzerfreundlich online abbilden. Die Kombination aus Shopware 6 als leistungsstarkem Frontend und Akeneo als strukturierendes PIM-System, gepaart mit intelligenten B2B-Features und Gruppenprodukten, macht den „Profi-Store24“ zu einer zukunftssicheren und hochgradig konvertierenden Multichannel-Plattform.
