Wie HENNLICH durch Akeneo PIM und Navision-Anbindung Datenchaos beseitigte und die Shopware 6 Expansion startete
Die Pflege hochkomplexer Industrie-Produktdaten über verteilte Systeme (Microsoft Navision und Typo3) führte bei HENNLICH zu massiven Ineffizienzen und Fehlerquoten. Durch die Einführung von Akeneo PIM als zentrale "Single Source of Truth", angebunden an MS Dynamics Navision 2017, konnten wir Datenstrukturen standardisieren und die Grundlage für einen hochskalierbaren, internationalen Shopware 6 Rollout schaffen.
Key Facts
- Systeme: Typo3 (Content- und Unternehmensseite) und Shopware 6 (Shopsystem)
- Branche/Kategorie: Industrietechnik/Großhandel
- Markenübersicht: Österreichischer Teil der internationalen HENNLICH Group, Vertrieb von Dichtungen, Federn & Maschinenelementen, Lineartechnik, Fluidtechnik, Rohren & Komponsatoren, Kühlen & Heizen u.v.m.
- Features: Mehrstufige Kategoriestruktur, Anfrage-Feature, Komplexe Artikelstruktur mit teilweise tausenden Varianten
- Technische Merkmale: Enge Verzahnung von Content und Produkte, Business Central Anbindung, Navision-Anbindung, Multi-Store-Betrieb mit verschiedenen Verkaufskanäle je Land
Projektübersicht
- Kunde: HENNLICH (Leistungszentrum Industrietechnik)
- Branche: B2B Industrietechnik (Maschinenbau, Umwelttechnik)
- Plattform: Akeneo PIM, Shopware 6, Microsoft Dynamics Navision 2017
- Herausforderung: Fragmentierte Datenlandschaft, hoher Pflegeaufwand durch 40 Mitarbeiter, ungenormte Prozesse
- Lösung: Einführung von Akeneo PIM, NAV-TSO-Schnittstelle, standardisiertes Datenmodell
- Ergebnis: Zentrale Datenpflege, minimierte Fehlerquote, technische Basis für internationale Expansion
Ausgangssituation und Problem
Das europaweit agierende Familienunternehmen HENNLICH blickt auf über 100 Jahre Erfahrung in der Industrietechnik zurück. Doch das intern gewachsene Produktdatenmanagement hielt den Anforderungen des modernen B2B E-Commerce nicht mehr stand.
Typische Probleme in dieser Ausgangslage:
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Fragmentierte Datenlandschaft: Produktdaten wurden aus Microsoft Dynamics Navision in das CMS Typo3 übertragen, was zu inkonsistenten Datenstrukturen führte.
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Komplexe Kategorisierung: Flexible Warengruppen tauchten mehrfach im Menübaum auf. Ohne Standardisierung verursachte dies einen enormen Pflegeaufwand.
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Ungenormte Workflows: Rund 40 Mitarbeitende pflegten parallel Produktdaten in veralteten Systemen, was zu uneinheitlichen Formaten und einer extrem hohen Fehleranfälligkeit führte.
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Blockierte Internationalisierung: Die veraltete Typo3-Infrastruktur verhinderte einen flexiblen Rollout in neue internationale Märkte.
Zielsetzung des Projekts
Das Hauptziel war die Bereinigung des Daten-Chaos und die Vorbereitung der IT-Infrastruktur auf die internationale Expansion über Shopware 6. Konkret sollten folgende Punkte erreicht werden:
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Deutliche Reduzierung des manuellen Pflegeaufwands.
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Schaffung einer konsistenten, systemübergreifenden "Single Source of Truth" für Produktdaten.
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Standardisierung der redaktionellen Workflows für die 40 Datenpfleger.
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Sicherstellung der Skalierbarkeit für anstehende Rollouts in weitere Länder.
Lösung und Architektur
Um die stark fragmentierte Landschaft aufzulösen, positionierten wir Akeneo PIM als zentrales Middleware-Herzstück zwischen dem ERP-System und dem E-Commerce-Frontend.
Die Datenarchitektur wurde grundlegend neu gedacht: Eine eigens von uns entwickelte NAV-TSO-Schnittstelle sorgt für den direkten Rohdaten-Transfer aus Microsoft Dynamics Navision 2017 in Akeneo. Dort wurde ein maßgeschneidertes Datenmodell implementiert, das die komplexe und flexible Produktkategorisierung von HENNLICH logisch abbildet. Für das künftige Frontend setzten wir auf die Sales Channels von Shopware 6, die nun direkt mit sauberen, standardisierten Daten aus dem Akeneo PIM gespeist werden. Typo3 wurde als Shopsystem vollständig aus der Architektur entfernt.
Umsetzung
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Migration & Schnittstellenbau: Alle historisch gewachsenen Produktdaten wurden von uns aus Typo3 extrahiert und in Akeneo migriert. Parallel entwickelten wir die stabile Schnittstelle zu MS Navision 2017.
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Datenmodellierung: Wir führten Produktmodelle ein, die verschiedene Varianten eines Artikels auf Basis intelligenter Attributsets zusammenfassen (Verhinderung von Daten-Dubletten).
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Prozess-Standardisierung: Für die 40 Mitarbeiter definierten wir in Akeneo klare Rechte, Rollen und Workflows. Jeder Datensatz durchläuft nun festgelegte Prüfprozesse, bevor er im Shopware-Kanal veröffentlicht wird.
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Internationalisierung: Wir bereiteten die Shopware Sales Channels zur Lokalisierung der Akeneo-Daten für spezifische Ländermärkte vor.
Ergebnisse und KPIs
Mit der Einführung von Akeneo PIM hat HENNLICH den Sprung aus der veralteten CMS-Datenpflege in ein hochmodernes B2B E-Commerce-Setup geschafft.
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Effizienzsteigerung: Der manuelle Aufwand für die Produktdatenpflege wurde drastisch reduziert, da Daten nun zentral an einem Ort (Akeneo) statt in verschiedenen Systemen gepflegt werden.
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Konsistenz & Fehlerreduktion: Standardisierte Workflows und ein sauberes Datenmodell verhindern Wildwuchs und Fehleingaben der 40 Mitarbeitenden.
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Erfolgreicher Go-Live: Die flexible Struktur ermöglichte den Start des österreichischen Standorts im Oktober 2024. Weitere Länder folgen nahtlos im kommenden Jahr.
Learnings und Best Practices
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Ein CMS ist kein PIM: Der Versuch, komplexe B2B-Produktdaten in einem Content Management System (wie Typo3) zu pflegen, führt unweigerlich zu Inkonsistenzen. Die Trennung von Content (CMS/Shop) und Produktdaten (PIM) ist essenziell für die Skalierbarkeit.
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Workflows verhindern Chaos: Wenn Dutzende Mitarbeiter parallel an Artikelstammdaten arbeiten, sind Systemgrenzen (Validierungen, Freigabeprozesse) wichtiger als die bloße Technologie. Akeneo erzwingt diese sauberen Workflows.
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ERP und Shopware benötigen einen Puffer: Gerade ältere ERP-Systeme (wie Navision 2017) sind oft nicht auf die schnellen, flexiblen Datenanforderungen (Bilder, SEO-Texte, Übersetzungen) moderner Onlineshops ausgelegt. Ein PIM schließt diese Lücke perfekt.
FAQ: Akeneo PIM & Microsoft Navision Integration
Ältere ERP-Systeme wie Navision 2017 verwalten kaufmännische Daten hervorragend, sind aber nicht dafür ausgelegt, Marketingtexte, hochauflösende Bilder, komplexe Attribute oder Übersetzungen zu speichern. Ein PIM-System (wie Akeneo) dient als Veredelungs-Schicht zwischen den trockenen ERP-Rohdaten und den kundenfreundlichen Frontend-Anforderungen von Shopware 6.
Akeneo PIM ermöglicht es, Produktdaten pro Kanal (Sales Channel) und Lokale (Sprache/Land) zu pflegen. Neue Länder können mit wenigen Klicks als neue Lokale hinzugefügt werden. Das PIM zeigt Redakteuren sofort an, welche Übersetzungen oder landesspezifischen Attribute (z.B. Normen) noch fehlen.
Durch maßgeschneiderte Datenmodelle und Produktvarianten. Anstatt jeden Artikel einzeln anzulegen, nutzt Akeneo Produktmodelle und Attributsets. So können Artikel, die in verschiedenen Warengruppen auftauchen, über Referenzen zentral verknüpft werden, ohne dass Pflege-Dubletten entstehen.
Fazit
Die Case Study von HENNLICH demonstriert, dass ein effizienter, internationaler B2B-Onlineshop nur mit einer aufgeräumten Datenbasis im Hintergrund funktionieren kann. Durch unsere Ablösung veralteter CMS-Strukturen, die Implementierung von Akeneo PIM und die clevere Anbindung an Microsoft Dynamics Navision 2017 verfügt HENNLICH nun über ein hochskalierbares Setup. Diese Architektur minimiert den internen Aufwand drastisch und ebnet den Weg für die erfolgreiche Expansion in weitere europäische Märkte via Shopware 6.
