Die veraltete Magento-1-Architektur von Monofaktur drohte die Zukunftsfähigkeit der Manufaktur für Maßanfertigungen auszubremsen. Durch ein vollständiges Replatforming auf Shopware 6, inklusive der komplexen Neuentwicklung des geschäftskritischen Made-to-Order-Konfigurators, konnten wir eine sichere, moderne und leistungsstarke E-Commerce-Plattform schaffen, die kontinuierlich mit dem Unternehmen mitwächst.
Key Facts
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Ursprungssystem: Magento 1 (zuletzt mit Sicherheitspatches wie SUPEE-8167/9767 betrieben, PHP 5.6, End of Life)
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Zielsystem: Shopware 6 (seither kontinuierlich weiterentwickelt: 6.5 → 6.7)
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Branche: Manufaktur für Maßanfertigungen aus Wollfilz (Filzvorhänge, Thermovorhänge, Akustikbilder/-paneele, Filzaccessoires) – „Handmade in Germany"
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Kernfeature: hochkomplexer, individuell entwickelter Produktkonfigurator für Made-to-Order-Artikel (exakte Maßeingabe, variable Flächen-/Gewichtsberechnung, individuelle Preisfindung)
Projektübersicht
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Kunde: Monofaktur
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Branche: E-Commerce / B2B & B2C Home & Living
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Plattform: Shopware 6 (vorher Magento 1)
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Herausforderung: End-of-Life der Alt-Plattform, Migration eines hochkomplexen Produktkonfigurators, Behebung von SEO- & Usability-Defiziten
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Lösung: Replatforming auf Shopware 6, Neubau der Maßanfertigungs-Logik, risikoarme Cutover-Strategie
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Ergebnis: Modernisiertes Alleinstellungsmerkmal, zukunftssichere Basis ohne Downtime, langfristige Skalierbarkeit
Ausgangssituation und Problem
Der bestehende Onlineshop von Monofaktur basierte auf Magento 1 (PHP 5.6), einem System, das sein offizielles End-of-Life erreicht hatte und lediglich durch reaktive Sicherheitspatches am Laufen gehalten wurde. Da der Kern des Geschäftsmodells auf maßgefertigten Wollfilz-Produkten beruht, stand das Unternehmen vor der Herausforderung, eine stark individualisierte Shop-Lösung auf eine neue Basis zu heben.
Typische Probleme in dieser Ausgangslage:
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Wegfall offizieller Sicherheitsupdates und Support-Garantien für die Alt-Plattform
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Spürbare SEO- und Sichtbarkeitseinbußen sowie eine von Google beanstandete mobile Usability (z. B. Touch-Targets)
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Fehlende Flexibilität im Versandmanager, insbesondere bei der Abwicklung von Speditionsware (Gewichts- und Längenbeschränkungen)
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Eingeschränkte Gestaltungsfreiheit bei Landingpages durch veraltete, rein statische CMS-Funktionen
Zielsetzung des Projekts
Das Hauptziel war die fundierte Evaluierung und Umsetzung eines Plattformwechsels, um die veraltete Magento-Basis sicher abzulösen und den Shop für die Zukunft aufzustellen. Konkret sollten folgende Punkte erreicht werden:
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Präzise 1:1-Übertragung der komplexen Made-to-Order-Logik (exakte Maßeingabe, variable Flächen-/Gewichtsberechnung, individuelle Preisfindung)
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Saubere und sichere Migration der bestehenden Kundenstammdaten
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Reibungsloser und risikoarmer Go-Live ohne ungeplante Umsatzausfälle
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Langfristige Sicherstellung von Flexibilität und Updatefähigkeit der neuen Plattform
Lösung und Architektur
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Um die Anforderungen zu erfüllen, starteten wir mit einer umfassenden Strategiephase. Auf Basis einer detaillierten Pro-/Contra-Analyse (SEO, Mobile, Konfiguratoren, Versandmanager, Kosten) wurde die Grundsatzentscheidung für Shopware 6 getroffen.
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Anstatt das alte System lediglich zu portieren, wurde das Herzstück des Shops – der hochkomplexe Produktkonfigurator – von Grund auf neu konzipiert und exakt auf die moderne Architektur von Shopware 6 zugeschnitten. Diese Neuentwicklung sicherte das zentrale Differenzierungsmerkmal der Marke. Die Kundenstammdaten wurden in das neue System überführt, und um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten, wurde bewusst auf die Übernahme der alten Bestellhistorien verzichtet.
Umsetzung der Migration
Die technische Umsetzung erfolgte in eng abgestimmten Phasen, um das Risiko für das laufende Tagesgeschäft zu minimieren.
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Strategie und Konzeption: Detaillierte Evaluierung der Systemarchitektur und tiefgreifende Relaunch-Konzeption mit absolutem Fokus auf die komplexe Made-to-Order-Logik.
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Risikoarmer Cutover: Beim Go-Live setzten wir auf ein klassisches Cutover-Verfahren. Beide Systeme wurden in den Wartungsmodus versetzt, DNS-Umstellungen vorgenommen und Live-Zahlungsarten vor der Freischaltung final getestet. Zur Sicherheit blieb das alte Magento-System unter einer Subdomain temporär erreichbar.
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Nachbetreuung und Bugfixing: In der direkten Post-Go-Live-Phase wurden Layout-Feinjustierungen (Checkout, Bestellübersicht, E-Mails) vorgenommen und ein konsequentes Plugin-Housekeeping durchgeführt (Entfernung nicht mehr benötigter Migrations-Tools).
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SEO-Sicherung: Eine tiefergehende Search-Console-Analyse half dabei, fehlerhafte strukturierte Daten als Altlasten des alten Google-Index zu identifizieren und Auswirkung von reinen Re-Indexierungs-Effekten zu trennen.
Ergebnisse und KPIs
Durch die strukturierte Herangehensweise konnte Monofaktur den technologischen Sprung sicher und ohne Ausfälle vollziehen.
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Erfolgreicher Go-Live: Reibungsloser Plattformwechsel ohne dokumentierten Datenverlust oder Downtime-Vorfälle.
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Sicherung des Kern-Features: Das zentrale Alleinstellungsmerkmal der Manufaktur (Konfigurator für Maßanfertigungen) wurde nicht nur erhalten, sondern zukunftsfähig modernisiert.
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Zukunftssicherheit und Skalierbarkeit: Langfristige Stabilität durch problemlose System-Updates (von SW 6.5 auf SW 6.7) unter stetigem Erhalt der komplexen Konfigurator-Funktionalitäten.
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Gefestigte Kundenbeziehung: Eine vertrauensvolle, bis heute aktive Zusammenarbeit, die bereits seit den ersten strategischen Analysen im Jahr 2016 besteht.
Learnings und Best Practices
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Kernlogik vor Plattform: Bei stark individualisierten Nischenshops entscheidet nicht primär die gewählte Software, sondern die exakte Abbildung und Modernisierung der spezifischen Business-Logik (hier: Maßkonfigurator) über den Projekterfolg.
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Parallelbetrieb schützt: Ein sauber aufgesetztes Fallback (Altsystem unter einer Subdomain erreichbar lassen) minimiert das Risiko beim Cutover erheblich und nimmt Druck aus der Go-Live-Phase.
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Daten-Interpretationen prüfen: Vermeintliche "SEO-Fehler" nach einem Relaunch entpuppen sich oft als Index-Trägheit der Suchmaschinen – eine genaue Search-Console-Nachkontrolle verhindert Fehlinterpretationen.
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E-Commerce ist kontinuierlich: Ein Systemwechsel ist kein abgeschlossenes Einmalprojekt. Shops müssen über Jahre und Versionssprünge hinweg gepflegt und mit neuen Features (z. B. DATEV-Export, Admin-Warenkorb-Einsicht zur Kaufberatung) stetig weiterentwickelt werden.
Fazit
Der Fall Monofaktur beweist, dass auch stark individualisierte und funktionsgetriebene Geschäftsmodelle sicher von veralteten E-Commerce-Systemen auf moderne Architekturen überführt werden können. Durch den strikten Fokus auf den Neubau des essenziellen Maßkonfigurators, kombiniert mit einer risikoarmen Go-Live-Strategie und einem kontinuierlichen Update-Management, verfügt Monofaktur heute über eine hochgradig skalierbare Plattform, die dem exklusiven "Handmade in Germany"-Anspruch auch technologisch vollends gerecht wird.
FAQ: Shopware 6 Migration & Individualentwicklungen
Ein Systemwechsel bedeutet den Wechsel der gesamten technologischen Basis. Hochspezifische Logiken wie variable Flächen- und Gewichtsberechnungen oder dynamische Preisfindungen müssen tiefgehend analysiert und exakt auf die neue Architektur (hier Shopware 6) zugeschnitten nachgebaut werden.
Durch eine saubere Cutover-Strategie: Beide Systeme werden kontrolliert in den Wartungsmodus versetzt, das finale Daten-Delta wird eingespielt und alle kritischen Prozesse (wie Live-Zahlungen) werden unter Realbedingungen getestet. Der Parallelbetrieb des Altsystems auf einer Subdomain dient als doppeltes Netz.
Häufig handelt es sich bei gemeldeten Fehlern (z. B. zu strukturierten Daten in der Google Search Console) nicht um technische Defekte des neuen Shops, sondern um eine Trägheit des Google-Index, der noch auf alte Strukturen zugreift. Eine professionelle SEO-Nachkontrolle ist hier entscheidend, um echte Fehler von temporären Re-Indexierungs-Phänomenen zu unterscheiden.