E-Commerce & Social Media: Synergien nutzen und Conversions steigern

In der Verknüpfung von E-Commerce- und Social-Media-Aktivitäten liegt ein großes Potential, die Conversion Rate enorm zu steigern. Dabei geht es nicht darum, die sozialen Kanäle in Zukunft nur noch als reine Werbeplattform zu verwenden. Vielmehr sollten Unternehmen die Synergieeffekte der verschiedenen Plattformen zielgerichtet nutzen, um Content effektiv auszuspielen und die Nutzer:innen vom Kauf eines Produktes bzw. einer Dienstleistung zu überzeugen.

In diesem Beitrag stellen wir verschiedene Möglichlichkeiten vor, wie Unternehmen ihren Onlineshop und ihre Social-Media-Kanäle miteinander verbinden können, um die Nutzer:innen zum Kauf zu führen und so den Umsatz zu maximieren.

Einbindung von Social-Media-Diensten in den Onlineshop

E-Commerce und Social-Media-Management gehören eng zusammen ‒ schließlich haben alle Marketing-Aktivitäten am Ende das Ziel, mehr Umsatz zu generieren. Es ist daher von grundlegender Bedeutung, die verschiedenen Kanäle nicht separat, sondern im Rahmen einer Gesamtstrategie zu betrachten. Dabei ist es wichtig, einen stringenten Markenauftritt auf allen Plattformen abzubilden.

Unternehmen, die ihre Social-Media-Kanäle mit qualitativ hochwertigem Content bespielen, können diesen auch gut für die eigene Website nutzen. Indem beispielsweise der Instagram-Feed in den Onlineshop integriert wird, werden die Produkte aus anderen Perspektiven gezeigt und visuell in Szene gesetzt. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die Seitenbesucher:innen dadurch auf das Instagram-Profil aufmerksam und bei Interesse zu Followern werden ‒ ein positiver Effekt für die Kundenbindung.

Eine weitere Möglichkeit ist, nicht nur die eigenen, sondern auch die Inhalte anderer Social-Media-User auf der eigenen Webseite einzubinden, z.B. in Form einer Social Wall. Dieser sogenannte “User Generated Content” bringt eine Vielzahl an Vorteilen. Beispielsweise werden die Besucher:innen dazu animiert, durch die Beiträge anderer User zu scrollen, was sowohl ihre Verweildauer als auch ihre Interaktivität auf der Seite erhöht. Beide Faktoren wirken sich positiv auf das Google-Suchranking des Onlineshops aus.

Social Media effizient für den E-Commerce nutzen
Bildquelle: all4golf.de

Bildergalerien mit User Generated Content wirken auf andere Nutzer:innen sehr inspirierend, wenn z.B. Einrichtungsideen für Möbel oder neue Styling-Kombinationen im Fashion-Bereich gezeigt werden. Auch Influencer-Marketing kann hier einen großen Mehrwert bieten. Sehr effektiv ist es, von diesen Social-Media-Fotos direkt auf die entsprechende Produktdetailseite bzw. zur Kaufmöglichkeit zu verlinken. Auf diese Weise wird der Weg zwischen Inspiration und Kauf enorm verkürzt, was die Conversion Rate deutlich erhöhen kann. 

User Generated Content lässt sich auf der Website einbinden, indem die Social-Media-Nutzer:innen einen bestimmten, vorgegebenen Hashtag nutzen. Damit nur relevanter Content in den Onlineshop gelangt, können Unternehmen die Inhalte kontrollieren und z.B. unpassende Bilder ablehnen. Die nutzergenerierten Inhalte lassen sich über Tools wie squarelovin effizient einbinden und steuern.

Direkte Verlinkung von Instagram, Pinterest & Co. in den Onlineshop

Der große Vorteil von Plattformen wie Instagram und Pinterest besteht darin, dass die User sich hier in einem ganz anderen Kontext aufhalten als beim klassischen Online-Shopping. Sie sind hier, um sich zum Einrichten, Kochen, Basteln, Stylen usw. inspirieren zu lassen und sind offen, die neu gewonnen Ideen in die Tat umzusetzen. Dabei wächst automatisch auch die Bereitschaft, die dafür benötigten Produkte zu kaufen: Ganze 89 Prozent der Pinterest-Nutzer:innen haben sich bei einem kürzlich getätigten Kauf vorher von Pinterest inspirieren lassen. Für Unternehmen bietet diese Umgebung also die perfekte Gelegenheit, interessierte User zu Kund:innen zu machen.

Pinterest, Instagram und viele weitere soziale Medien bauen schon seit einigen Jahren die Möglichkeiten für Unternehmen aus, ihre Produkte direkt über die Social Apps zum Kauf anzubieten.

Über die Instagram-Shop-Funktion können Unternehmen ihre Produkte direkt in dem sozialen Netzwerk präsentieren und per Direktlink mit dem eigenen Onlineshop verknüpfen. Die Nutzer:innen gelangen dabei über das Unternehmens-Profil, den Feed oder die Stories zu dem in Instagram integrierten Unternehmens-Shop. Dort können sie Produkte durchstöbern, Collections erkunden und von hier per Direktlink auf den Onlineshop auf der Unternehmens-Website gelangen, wo sie den Artikel dann kaufen können. Eine Checkout-Funktion innerhalb der App, bei der die User Instagram für den Kaufabschluss nicht mehr verlassen müssen, ist derzeit allerdings nur in den USA verfügbar.

E-Commerce und Instagram
Bildquelle: https://www.instagram.com/maisonsdumonde/

Auch von Pinterest aus können Nutzer, die sich Bilder zu einem bestimmten Thema ansehen, über einen Button direkt zu den passenden Produkten im Unternehmens-Onlineshop gelangen. Die Funktion “Shop the Look” ermöglicht es den Usern zudem, einzelne Produkte, die auf Pinterest zu sehen sind, nachzukaufen. Mit einem Klick werden sie nicht nur zu ihrem Wunschprodukt weitergeleitet, sondern erhalten auch Empfehlungen zu ähnlichen Artikeln. Pünktlich zum Jahresende 2020 hat Pinterest die integrierten Shopping-Funktionen nun noch weiter optimiert. So können Onlinehändler:innen jetzt noch leichter Produktkataloge anlegen.

Insgesamt macht es Pinterest Unternehmen einfach, die Plattform unkompliziert über den Onlineshop zu bespielen. Verschiedenste Produkteigenschaften wie Größe, Farbe usw. können beispielsweise über eine CSV-Datei reibungslos in Pinterest importiert werden. Darüber hinaus gibt es nützliche Tools verschiedener Anbieter, mit denen sich Produkte aus dem Onlineshop in Pinterest exportieren lassen. Mit wenigen Klicks können Unternehmen damit maßgeschneiderte Pins zu verschiedensten Kategorien erstellen lassen.

Fazit & Ausblick

Die Nutzung von Social Media bietet ein großes Potential für den E-Commerce. Eingebettet in eine conversion-orientierte Gesamtstrategie ergeben sich daraus Synergieeffekte, die zu neuen Zielgruppen, einer größeren Markenbekanntheit und letztendlich zu höheren Umsätzen führen. 

So trägt User Generated Content innerhalb des Onlineshops zu mehr Vertrauen und Interaktivität der Nutzer:innen bei. Gleichzeitig bietet sich eine gute Möglichkeit, neue Kund:innen zu generieren, indem Unternehmen die User von Instagram, Pinterest & Co. direkt zum Kauf in den Onlineshop führen. 

Die Entwicklung der sozialen Medien hin zu vielfältigen Verkaufsplattformen ist noch lange nicht zu Ende und es entstehen immer neue Verknüpfungsmöglichkeiten. So gewinnt beispielsweise in Asien der fließende Übergang zwischen “Social und E-Commerce” zunehmend an Bedeutung, u.a. in Form von Live-Shopping-Streams. Es bleibt spannend, welche dieser Konzepte sich auch bei uns durchsetzen und welche Synergien sich in Zukunft noch ergeben werden. 

Mehr aus unserem Blog

Ein Game Changer – PWA für E-Commerce
13. Juli 2020

Die mobile Nutzung von Websites steigt kontinuierlich und hat überwiegend die Marke von 50% überschritten. Daraus ergeben sich vielfältige Anforderungen …

Mehr erfahren
Agentur-News 09.2020: Fokus Nachhaltigkeit
25. September 2020

Passend zum globalen Klimastreik am 25.09. stand bei dmf der September unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit. Das Internet gehört mit …

Mehr erfahren
B2B Best Practice: Barstuff.de setzt auf Omni-Channel und Mobile Commerce
3. Juni 2020

Mit der rasant voranschreitenden Digitalisierung hat sich die Customer Journey von B2B-Kunden in den letzten Jahren stark verändert. Geschäftskunden erwarten …

Mehr erfahren
Der Start in die Entwickler-Karriere: Praktikum bei der digital.manufaktur
2. Februar 2020

Marc und Michel sind Studenten der Medieninformatik und Mediendesigninformatik. In den letzten vier Monaten haben sie die digital.manufaktur als Praktikanten …

Mehr erfahren
Headless Commerce: Das sind die Vorteile für Shopbetreiber
24. Juni 2020

Mit den steigenden Verkaufszahlen werden auch die Anforderungen den den E-Commerce zunehmend komplexer. Ein moderner Onlineshop muss viel leisten können: …

Mehr erfahren
Digital Workplace im Reality-Check – die digital.manufaktur im Homeoffice
31. März 2020

Eines ist schon jetzt klar: 2020 wird uns allen als das Jahr der Corona-Krise mit tiefen Einschnitten in unseren privaten …

Mehr erfahren
Modulares Design: Einheitliches Markenbild auf allen Endgeräten
10. Dezember 2020

“Modulares Design” wird schon seit Jahren in vielen Industriebereichen angewendet, um die Produktion, z.B. in der Automobil-, Bau- oder Möbelbranche, …

Mehr erfahren
Ein Game Changer – PWA für E-Commerce
13. Juli 2020

Die mobile Nutzung von Websites steigt kontinuierlich und hat überwiegend die Marke von 50% überschritten. Daraus ergeben sich vielfältige Anforderungen …

Mehr erfahren

Hallo, mein Name ist Anika Le.

Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne bei uns.

+49 511 76 38 44 90 hallo@digitalmanufaktur.com

1