Composable Commerce: So sorgen Shop-Betreiber:innen für besonders hohe Performance

Im Zuge der Pandemie haben Unternehmen extreme Herausforderungen zu meistern. So verlagert sich das Business nahezu komplett in den Online-Bereich und sorgt dafür, dass die Digitalisierung an Fahrt gewinnt. Ein Grund, warum der Online-Handel gerade jetzt Wachstumszahlen schreibt. Ein gutes Signal für die Wirtschaft. Gleichzeitig sorgt es für einen hohen Handlungsbedarf seitens der Shop-Betreiber:innen. Denn mit steigenden Kundenerwartungen werden die Anforderungen an den E-Commerce komplexer, und die starren Architekturkonzepte der tradierten Shop-Systeme stoßen an ihre Grenzen.

Modulare Software-Komponenten

Die Gefahr, dass Kund:innen abspringen, ist hoch: Steigen die Seiten-Ladezeiten auf über 3 Sekunden, verlassen bereits über 40% der Besucher:innen den Onlineshop und kehren mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wieder zurück. Gerade mittelständische Unternehmen brauchen jetzt ein System, das für eine besonders hohe Performance sorgt und dabei flexibel und effizient arbeitet. „Kosten- und Zeitfresser können gerade unsere Kunden im Mittelstand überhaupt nicht gebrauchen“, weiß Niklas Liedtke, Projektleiter bei der digital.manufaktur. Das Team setzt auf das sogenannte Composable Commerce. Dabei werden verschiedene Software-Komponenten zu einem Gesamtsystem kombiniert. Das gibt Unternehmen die Flexibilität, genau zu definieren, wie ihr Frontend-Erlebnis aussehen und wie ihr Geschäft im Backend funktionieren soll.

Composable Commerce

Headless im Backend

„Durch den modularen Aufbau des Shop-Systems können wir für unsere Kund:innen die jeweils besten E-Commerce-Lösungen auswählen, um ihre individuellen Geschäftsanforderungen zu erfüllen“, freut sich Niklas. Der Markt bietet inzwischen für die verschiedenen Shop-Funktionalitäten zahlreiche Spezialsysteme, die eine Top-Performance in ihrem Bereich realisieren und sich gut kombinieren lassen. „Wir können also aus dem Vollen schöpfen.“ Für unseren Kunden, einen Büromöbelhersteller, verwenden wir neben „Shopware 6“ im Backend für den Blog zusätzlich „Storyblok“, ein Headless Content-Management-System. „Wir nutzen sämtliche Backend-Systeme headless“, erklärt Niklas. „Damit haben wir im Frontend die Möglichkeit, eine einheitliche Klammer zu setzen, die sowohl die gewünschte Performance im Mobile Commerce, als auch ein individuelles Markenerlebnis gewährleistet.“

Hubble: Das Frontend für Marke und Performance

Genau so eine Klammer haben wir entwickelt: Das Frontendsystem „Hubble“ ist eine hoch performante PWA (Progressive Web App), die mit den jeweiligen Backendsystemen über eine API-Schnittstelle verbunden wird. „Durch die nahtlose Integration merkt der Kunde nicht, wenn er von einem System ins nächste wandert“, beschreibt Niklas das einheitliche Kundenerlebnis. Der Markenauftritt sei zu jedem Zeitpunkt identisch. Damit das Zusammenspiel der verschiedenen Systeme gut funktioniert, sei es wichtig, dass Kunden ihre Daten bewusst in die verschiedenen Backendsysteme einpflegen. Das sei am Anfang ungewohnt, spiele sich aber schnell ein. Die enorm hohe Performance der PWA, verbunden mit den stabilen Geschäftsfunktionen im Backend, verschaffe mittelständischen Unternehmen im Bereich E-Commerce einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, ist Niklas überzeugt.

Warum sollten Unternehmen Composable Commerce setzen? Hier noch einmal die Vorteile auf einen Blick:

1.    Was läuft, kann bleiben: Ihre stabil laufenden Backendsysteme können Sie weiterhin nutzen und beliebig ergänzen.

2.    Flexibilität: Sie entscheiden, wie Ihre Geschäftsprozesse und Ihr Frontend funktionieren.

3.    Expertenstatus nutzen: Der Markt bietet für verschiedene Shop-Funktionalitäten Spezialsysteme, die eine Top-Performance in ihrem Bereich realisieren und sich gut kombinieren lassen.

4.    Entwicklungsfähigkeit: Ihr Shop braucht ein neues Feature? Kein Problem. Ergänzen Sie einfach das passende Backendsystem. Das Frontend lässt sich um die notwendige API-Schnittstelle ergänzen.

Alexandra Vollmer

Redakteurin

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