B2B Best Practice: Barstuff.de setzt auf Omni-Channel und Mobile Commerce

Mit der rasant voranschreitenden Digitalisierung hat sich die Customer Journey von B2B-Kunden in den letzten Jahren stark verändert. Geschäftskunden erwarten heute, genauso wie B2C-Konsumenten, ein nahtloses Einkaufserlebnis über verschiedene Kanäle und Touchpoints hinweg. Barstuff.de, einer der größten Anbieter für Bar-Produkte in Deutschland, verfolgt daher eine Omni-Channel-Strategie mit starkem Fokus auf den Mobile-First-Ansatz.

B2B und B2C: Beide Segmente unter einem Plattform-Dach

Das Berliner Unternehmen Barstuff.de vertreibt in seinem Onlineshop ein umfassendes Sortiment für Gastronomiebetriebe. Dieses richtet sich vor allem an Bar- und Restaurantbesitzer, aber auch Endverbraucher können hier Produkte für den privaten Gebrauch erwerben. Da Barstuff.de beide Segmente – B2B und B2C – auf einer E-Commerce-Plattform bedient, bietet der Onlineshop im Hinblick auf die User Experience zahlreiche Vorteile, die viele “herkömmliche” B2B-Shops noch nicht umsetzen. Dazu zählen neben übersichtlichen Produktkategorien, einer genauen Suchfunktion und benutzerfreundlichen Bestellprozessen auch ansprechend aufbereitete Produktbeschreibungen und umfangreiche weiterführende Inhalte wie ein Blog und ein Bar-Lexikon.

Mobile First: Einzigartige User Experience auf allen Endgeräten

Mobile First: Einzigartige User Experience auf allen Endgeräten

Die steigende Nutzung mobiler Endgeräte spielt nicht nur im B2C-Commerce eine immer wichtigere Rolle. Da private Kaufgewohnheiten immer mehr auch auf die betrieblichen Beschaffungsprozesse übertragen werden, nutzen heute rund 80 Prozent der B2B-Einkäufer ihr Smartphone für die Arbeit. Diese Entwicklung trifft insbesondere auch auf die Gastronomiebranche zu. Der Arbeitsalltag von Bar- und Restaurantbetreibern spielt sich in den meisten Fällen nicht am Schreibtisch, sondern direkt im gastronomischen Betrieb ab, von wo aus auch Bestellungen getätigt werden. Lag früher noch der gedruckte Katalog unter dem Tresen, so wollen Gastronomen ihre Bestände heute schnell und unkompliziert per Smartphone auffüllen.  

Um diese Kundenanforderungen zu erfüllen, hat Barstuff.de im Onlineshop einen starken Fokus auf ein responsive Webdesign gelegt, das auf die mobile User Experience ausgerichtet ist. Basierend auf dem Headless-Ansatz wurde ein Responsive-Webdesign-Frontend geschaffen. Dieses bildet den Grundstein für eine Progressive Web App (PWA), durch die der Onlineshop auf allen Endgeräten optimal genutzt werden kann, ohne auf ein komplett neues Shopsystem wechseln zu müssen. Dank der neuen Frontend-Technologie wurde nicht nur das Look & Feel des Onlineshops verbessert, sondern auch die Seitenladezeit enorm beschleunigt. Einen tieferen Einblick ins Thema PWA für den Barstuff.de-Onlineshop geben wir in dieser Case Study.

Omni-Channel: Kanalübergreifende Einkaufserlebnisse

Omni-Channel: Kanalübergreifende Einkaufserlebnisse

Während der Onlineshop den primären Vertriebskanal von Barstuff.de darstellt, verkauft das Unternehmen seine Produkte auch über weitere Channels wie Google Shopping. Darüber hinaus nutzt Barstuff.de auch stationäre Ladengeschäfte als Verkaufsplattform: Im repräsentativen Shop und geplanten Showroom am Kurfürstendamm können Kunden das Sortiment auf zwei Etagen ansehen und direkt vor Ort einkaufen. Dabei steht die persönliche und fachkundige Beratung im Vordergrund. Im Rahmen der Omni-Channel-Strategie werden die Online- und die Offline-Kanäle per Click & Collect miteinander vernetzt: Barstuff.de-Kunden können Waren online bestellen und diese direkt im Lager oder Ladengeschäft abholen. Dadurch entfallen Lieferzeiten und Versandkosten.

Mengenrabatte, Steuern & Co: Spezielle B2B-Features

Der B2B-Markt unterscheidet sich in einigen relevanten Punkten vom B2C-Segment. Beispielsweise bestellen Geschäftskunden in der Regel sehr viel größere Mengen als Endverbraucher, sodass Mengenrabatte in B2B-Geschäften üblich sind. Im Onlineshop von Barstuff.de sind daher Preisstaffeln für Artikel, die in großer Stückzahl gekauft werden, integriert. Des Weiteren wird die Zahlung auf Rechnung akzeptiert, welche die übliche Zahlungsmethode in B2B-Geschäften ist.

Ein weiterer Unterschied zwischen B2B- und B2C-Konsumenten besteht darin, dass die Mehrwertsteuer von sieben bzw. 19 Prozent für Unternehmen einen sogenannten durchlaufenden Posten darstellt. Sie müssen die Steuer beim Kauf zwar entrichten, bekommen sie aber – im Gegensatz zu den privaten Endverbrauchern – später zurückerstattet. Während B2C-Kunden also die Brutto-Preise für Produkte bezahlen, sind für B2B-Einkäufer die Netto-Preise relevant. Da Barstuff.de beide Kundensegmente auf einer E-Commerce-Plattform bedient, war eine Lösung notwendig, um jeder Kundengruppe die für sie relevanten Preise anzuzeigen. Ermöglicht hat dies ein “Steuer-Switch”, mit dem Kunden die zu entrichtende Mehrwertsteuer ein- bzw. ausschalten können. B2B-Einkäufer können auf diese Weise die Netto-Preise sehen, auch ohne im Geschäftskunden-Bereich eingeloggt zu sein.

Wenn B2B-Kunden sich im Händler-Bereich von Barstuff.de registrieren, werden ihnen hier automatisch die Preise ohne Steuern angezeigt. Ein Kundenkonto bietet darüber hinaus weitere Vorteile, z.B. werden die Nutzer schneller durch den Bestellvorgang geführt, können die Bestellhistorie einsehen und wiederkehrende Käufe schnell und einfach erneut auslösen.

Fazit: 4 Erfolgsfaktoren für B2B-E-Commerce

Das E-Commerce-Konzept von Barstuff.de zeigt vier Erfolgsfaktoren für B2B-Onlinehändler:

  • B2C und B2B: B2B-Anbieter können im Hinblick auf die User Experience viel von B2C-Plattformen lernen. Insbesondere der Bestellprozess sollte im B2B-Bereich genauso benutzerfreundlich sein wie im B2C-Shop.
  • Mobile Commerce: Die Nutzung mobiler Endgeräte spielt auch im B2B-Einkauf eine immer wichtigere Rolle. Onlineshops sollten daher für Tablets, Smartphones & Co. optimiert sein. Eine innovative Lösung bietet hier eine PWA.
  • Omni-Channel: B2B-Händler können die Vorteile unterschiedlicher Vertriebskanäle – ob Online oder Offline – nutzen und diese informationstechnisch so miteinander vernetzen, dass sie eine stimmige Einheit bilden.
  • Spezielle B2B-Funktionen: Betriebliche Beschaffungsprozesse haben spezifische Anforderungen, die sie vom Endkunden-Markt unterscheiden. B2B-Onlineshop sollten daher Kriterien wie Preisstaffelungen, Zahlungen auf Rechnung usw. abbilden.

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