Was macht eigentlich eine HR-Managerin bei dmf?

Von Alexandra Vollmer
6. Oktober 2021
Lesezeit: 3 Minuten

Manuela Nickel kümmert sich seit Mai diesen Jahres ums Personal bei dmf. Wozu eine Agentur mit 30 Mitarbeiter:innen eine HR-Managerin braucht? Wir haben mal nachgefragt.

Manuela, du bist die erste HR-Managerin bei dmf. Für eine Agentur nicht üblich. Wie kam es dazu? 

Stimmt. Viele Agenturen realisieren HR eher “nebenbei”. Bei dmf haben wir gemerkt, dass wir ein größeres Augenmerk auf das Thema legen wollen. Es ist einfach zu wichtig. In einer Agentur eigentlich ganz besonders.

Was meinst Du damit?

In einer Agentur gibt es naturgemäß einige Bewegung. Das Team ist eher jung, sprich, die Menschen wollen in der Regel noch viele Erfahrungen sammeln und schauen sich in der Welt um. Recruiting und Onboarding haben damit grundsätzlich eine hohe Bedeutung. Bei dmf noch einmal mehr. Wir haben uns ein klares Wachstumsziel gesetzt. So ist in den letzten zwei Jahren viel passiert. Wir haben einen professionellen Vertrieb aufgebaut und unsere Projektmanagement- und Entwickler-Teams stark erweitert. Und die Reise geht weiter. Da steckt eine Menge Arbeit drin. Du musst gute Leute finden und – ganz wichtig – sie dann auch gut betreuen. Wer sich als Unternehmen professionell aufstellt, braucht auch eine professionelle HR.

Klingt schlüssig. Was verstehst Du konkret unter professioneller HR?

Das hat mehrere Dimensionen. Da gibt es zum einen einen Berg an Vorschriften, den du beachten musst, insbesondere in punkto Datenschutz oder Arbeitsrecht. Das muss einfach sauber laufen.

Dann braucht es einen professionellen Recruiting-Prozess. Du musst dich als Unternehmen einheitlich und mit den richtigen Botschaften am Markt sichtbar machen und gezielt in den passenden Portalen rekrutieren. Und ganz wichtig: Eine professionelle Kommunikation mit den Bewerber:innen führen. Und sind die Menschen an Bord, darf HR nicht aufhören. Im Gegenteil. Jetzt geht es darum, die neuen Mitarbeiter:innen gut einzuarbeiten und sie bei ihrer Arbeit bestmöglich zu unterstützen. 

“Alle, die jetzt anfangen, die freuen sich, dass sie betreut sind.”

Verstehe. Wie machst Du das mit dem Unterstützen genau?

Ich merke beispielsweise ganz deutlich, dass neue Mitarbeiter:innen ein großes Bedürfnis danach haben, zu erfahren, wie das denn bei uns so läuft. Das muss ja irgendwo dokumentiert werden. Ich sorge dafür, dass wichtige Vorgehensweisen aufgeschrieben werden und unser Wiki aktuell ist. Oder nehmen wir unsere Buddies. Jede:r neue Mitarbeiter:in bei dmf bekommt einen Buddy an die Seite gestellt. Damit ist es ja aber nicht getan. Da muss auch was passieren. Jetzt gibt es eine Checkliste, die einen verbindlichen Prozess regelt. Was heißt es genau, ein Buddy zu sein? Was ist das Ziel der Einarbeitung, und wie kann der Buddy unterstützen? Wie sieht er aus, der Austausch zwischen den beiden Kolleg:innen?

Das klingt vor allem nach einer Menge Kommunikation. Nicht so das klassische Bild eines Personalers, oder?

(verdreht die Augen) “Personaler” – den Begriff kann ich überhaupt nicht leiden. In HR steckt so viel mehr. Und, ja, es geht zu einem Großteil um Kommunikation. Ich sehe meine Aufgabe vor allem darin, die Mitarbeiter:innen ernsthaft an der dmf-Entwicklung zu beteiligen. Deshalb gibt es jetzt auch ein extra Format, in dem meine Kolleg:innen ihre Wünsche und Anregungen ins Unternehmen hineintragen können. Indem ich mich explizit um die Belange der Mitarbeiter:innen kümmere, bekommen sie eine höhere Priorität, als wenn das Thema beispielsweise in der Geschäftsführung mit verankert ist. Ich höre in die Mannschaft rein. Mit mir reden meine Kolleg:innen ja doch anders als mit dem Geschäftsführer. So erhalten wir ein sehr breites Bild über die Situation in der Agentur und können hier in der Entwicklung ansetzen. Ich merke, dass gerade unser junges Team das gut findet.

Guter Punkt. Ist HR in einem jungen Team nochmal was Besonderes?

Ich denke schon. Die Generation, die heute ins Berufsleben einsteigt, hat hohe Ansprüche. Sie ist gut ausgebildet und weiß um ihre Qualifikationen. Der Arbeitsmarkt dreht sich, und die Menschen können zwischen vielen guten Optionen wählen.

Darum ist es uns ganz besonders wichtig, das Team eng an dmf zu binden. Wir nehmen die Wünsche wahr und sehr ernst. Auch in Zeiten von remote-Work sorgen wir dafür, dass das Team ein Team bleibt. So schaffen wir es immer wieder, auch online Events auf die Beine zu stellen, die uns zusammenschweißen. Ob on- oder offline: Wir feiern unsere Erfolge gemeinsam. Und haben auch immer Bier im Kühlschrank. (lacht) 

Du hast Psychologie studiert. Hilft Dir das in Deinem Job?

Und ob. Im Psychologiestudium lernst du, wie Menschen denken und sich Meinungen bilden. Du lernst, wie Gefühle, Gedanken und Handeln zusammenspielen. Das ist genau das, was ich jetzt nutze. Ich höre genau hin. Welche Intention steckt vielleicht hinter der schnellen Antwort? Dann stelle ich eine zweite und vielleicht auch noch eine dritte Frage. So erfahre ich, wie die Menschen, mit denen ich spreche, wirklich denken. Das schafft Vertrauen. Auf beiden Seiten. Mir ist es sehr wichtig, dass Menschen bei dmf nicht als Ressource wahrgenommen werden. Sie sollen sich bei uns wirklich wohlfühlen. Bei HR geht es um sehr viel mehr als nur um eine Art Buchhaltung für Mitarbeiter. Genau darum bin ich da.

Super Schlusswort, Manuela. Danke Dir für das Gespräch.

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