Weil einfach besser ist

von Alexandra Vollmer
21. Januar 2022
KundenbindungOnlinemarketingOnlineshop

Klar, das Produkt muss stimmen. Sonst funktioniert das Ganze schließlich nicht. Doch direkt danach, vielleicht sogar gleichauf, kommt die Ansprache Ihrer Kund:innen, den Käufer:innen Ihres Produktes. Ein Großteil dieser Ansprache besteht aus Texten. Und wir bei dmf sind überzeugt davon: Es ist kein bisschen egal, wie Sie die Worte aneinanderreihen. Zu lange oder zu komplizierte Texte, Texte ohne Emotionen, Texte im falschen Stil erschweren die Kommunikation mit Ihren Kund:innen. Mittelfristig kann das sogar den Geschäftserfolg gefährden. 6 Tipps für einen lesefreundlichen Text: 

1. Kundenbrille aufsetzen

Damit Texte von Ihren Kund:innen verstanden werden, müssen diese für sie geschrieben sein. Dabei geht es nicht darum, “liebe:r Radfahrer:in” oder “liebe:r Weinkenner:in” drüber zu schreiben. Vielmehr braucht es ein echtes Zielgruppenverständnis. Wie alt sind Ihre Kund:innen? Wie reden sie? Was treibt sie um? Welches Problem löst Ihr Unternehmen? Nur, wenn Sie diese Fragen konkret beantworten, schreiben Sie Texte, die Ihre Kund:innen nicht nur verstehen, sondern idealerweise sogar berühren. Verwenden Sie die passenden Begriffe. Assoziieren Sie die richtigen Bilder. Argumentieren Sie treffsicher. 

2. Verständnis schaffen 

Die “Kundenbrille” hat noch einen weiteren Vorteil: Sie nimmt die Betriebsblindheit aufs Korn. Vieles von dem, was in den Produktbeschreibungen steht, versteht jemand, der von außen draufschaut, schlicht nicht. Texte unter diesem Aspekt zu filtern, entlarvt hinderliches Fachjargon. Entfernen Sie komplizierte Formulierungen und überflüssige technische Details aus Ihrem Text. Das macht diesen um Vieles verständlicher.

3. Punkt statt Komma  

Kurz und prägnant – so soll er sein, der ideale Text. Schließlich möchten Kund:innen innerhalb weniger Sekunden erkennen, worum es im Text geht und ob dieser interessant ist. Schachtelsätze ohne klare Aussagen bremsen sofort aus, und die Botschaft geht ins Leere. Eine Regel für den idealen Textumfang gibt es nicht. Entscheidend ist, um welche Art Text es sich handelt. So kann beispielsweise ein Blogbeitrag deutlich länger ausfallen als eine Produktbeschreibung oder ein Social-Media-Post. Grundsätzlich gilt: So kurz wie möglich. Was dabei hilft: Verwenden Sie Hauptsätze. Diese sind auf die Hauptaussage reduziert und dadurch schon kürzer als ein Satz mit ergänzendem Nebensatz. Kommata leiten in den meisten Fällen Nebensätze ein, die den vorangegangen Hauptsatz ergänzen. Wenn Sie also ein Komma setzen wollen, überlegen Sie gut, ob das tatsächlich notwendig ist. 

4. Klarer Fokus

Ein guter Text braucht eine klare Aussage. Alles Überflüssige stört. Dabei sind insbesondere drei Fokus-Fallen zu vermeiden.

Ganz vorn dabei: die sogenannten Füllwörter. Deren Funktion ist es, einen Satz zu füllen und damit auszuschmücken. Wörter wie „ganz“, „ziemlich“ oder “tatsächlich” sind jedoch nicht nötig für die Aussage und können damit in den meisten Fällen raus. 

Oft schleichen sich Wiederholungen in unsere Texte ein. Sie sind nicht nur überflüssig, sondern behindern sogar den Lesefluss. Auch wenn der Satz möglicherweise noch so hübsch klingt: Ist die Aussage schon im Text? Dann raus damit. 

Modalverben wie „können“, „müssen“, „sollen“ oder „dürfen“ schwächen die Aussage ab und wirken dadurch weniger überzeugend. Am besten vermeiden. 

Beispiel: „Mit unserer Software arbeiten Sie sicher und schnell” statt: ”Mit unserer Software können Sie sicher und schnell arbeiten.“

5. Aktiv formulieren

Um einen kraftvollen Text zu schreiben, empfehlen sich Aktivsätze. Diese wirken lebendiger, und die Aussage wird durch die Verwendung des Subjekts konkreter.

Beispiel: „Wir liefern Deine Bestellung innerhalb der nächsten Tage“ statt: „Deine Bestellung wird innerhalb der nächsten Tage geliefert.“

Ganz wichtig: Verben gehen vor. Gerade in der Wissenschaft verwenden Autor:innen gerne den Nominalstil und viele Substantivierungen. Auf diese Weise werden Texte nicht nur komplizierter, sondern wirken auch distanziert. Damit verschenken Sie wertvolles Potenzial. Verben sind hier deutlich ansprechender. Der Text bekommt eine Dynamik, die Substantive nie erreichen können. Und Verben nehmen den Absender deutlich in die Pflicht. Das schafft Vertrauen.

Beispiel: „Wir prüfen alle Produkte gründlich“ statt: „Wir unterziehen alle Produkte einer eingehenden Prüfung.“

6. Positiv bleiben

Menschen mit einer positiven Ausstrahlung wirken anziehend. Es ist schön, in ihrer Nähe zu sein. Beim Lesen eines Textes ist es genauso. Positive Botschaften finden mehr Gehör und sorgen für eine gute Stimmung. Ist etwas negativ formuliert, schleichen sich zudem Missverständnisse ein.  

Beispiel: „Unser Programm ist nicht schwer zu verstehen.“ Was, wenn sich Kund:innen das Wort “schwer” merken? Besser: „Unser Programm ist leicht zu verstehen.“ 

Und schließlich: In einer positiven Grundstimmung arbeitet es sich einfach besser zusammen, meinen wir bei dmf.