Google-Update: Ranking verbessern mit Core Web Vitals

Das Suchranking von Websites spielt eine Schlüsselrolle bei der Kundenakquise im E-Commerce. Für langfristigen Erfolg im Onlinehandel sollten Unternehmen ihr Suchergebnis bei Google & Co. daher kontinuierlich optimieren.

Dabei müssen Shopbetreiber stets im Blick haben, dass Suchmaschinen ihre Richtlinien fürs Ranking immer wieder verändern und den aktuellen Entwicklungen des Nutzerverhaltens anpassen. So hat Google vor Kurzem neue Kriterien für das Suchranking angekündigt: die Core Web Vitals. Diese sind Teil des bevorstehenden Ranking-Updates des Suchmaschinen-Riesen. 

Das große Ziel: Eine Verbesserung hin zur bestmöglichen Benutzererfahrung und Beantwortung von Suchanfragen. Demnach sollen Websites, die eine positive User Experience bieten, in Zukunft besser bewertet und entsprechend höher gerankt werden. 

Was sind Core Web Vitals?

Mit der Einführung von Lighthouse 6.0 – der neuesten Version des Auditing-Tools von Google – hat das Unternehmen drei neue Metriken angekündigt: Die sogenannten Core Web Vitals bewerten die User Experience einer Seite im Hinblick auf deren Ladezeit, die Interaktivität und die visuelle Stabilität.

  • Largest Contentful Paint: Diese Kennzahl misst die wahrgenommene Ladegeschwindigkeit. Sie gibt an, zu welchem Zeitpunkt die Hauptinhalte einer Seite geladen sind.
  • First Input Delay: Damit wird die Reaktionsfähigkeit einer Seite gemessen. Es wird bewertet, welche Erfahrung ein Nutzer macht, der zum ersten Mal mit einer Website interagiert.
  • Cumulative Layout Shift: Dieser Wert repräsentiert die visuelle Stabilität einer Seite. Sie quantifiziert das Ausmaß unerwarteter Layout-Verschiebungen, z.B. wenn einige sichtbare Inhalte später als andere geladen werden.

Google wird die Core Web Vitals in Zukunft mit den bestehenden Rankingfaktoren kombinieren, darunter: Mobilfreundlichkeit, Safe Browsing, HTTPS-Sicherheit und die Richtlinien zu aufdringlichen Interstitials.

Welche Chancen bietet das Google-Update für Website-Betreiber?

Dass Google die Einführung seiner Bewertungskriterien mittlerweile so transparent kommuniziert, ist ein starkes Signal für eine neue Taktik des Unternehmens: Jeder Webseiten-Betreiber kann den eigenen Erfolg im Suchranking selbst beeinflussen. 

Das sind unsere Tipps für ein hohes Suchranking

SEO-Tipps für eine besseres Suchranking  bei Google

1. Die User Experience kontinuierlich verbessern

In der E-Commerce-Welt kursieren unzählige Tipps im Hinblick auf mehr SEO-Erfolg. All diese Maßnahmen haben letztendlich jedoch einen einzigen gemeinsamen Grundtenor: die Verbesserung der Benutzererfahrung. Nur wenn Website- bzw. Shop-Betreiber ihre Online-Präsenz stetig optimieren und an aktuelle Entwicklungen im E-Commerce anpassen, können sie eine großartige User Experience erreichen. Das Ranking bei Google & Co. erhöht sich dadurch so gut wie automatisch.

Wenn Shopbetreiber dies in der Vergangenheit beherzigt haben, beispielsweise durch Optimierung der Website für mobile Endgeräte oder das Hinzufügen strukturierter Daten, steht nun das nächste große SEO-Projekt an: die Core-Web-Vital-Metriken.

2. Analysieren der Website mit Google Lighthouse

Die Core Web Vitals werden ab 2021 als Rankingfaktor bei Google eingeführt. Ein genauer Termin dafür steht noch nicht fest. Das Unternehmen gibt aber an, Seitenbetreiber mindestens sechs Monate vor dem Roll-out über das Update zu informieren. Um optimal darauf vorbereitet zu sein, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, sich zu fragen: Wo stehe ich im Google-Ranking? Und was möchte ich erreichen?

Die Core Web Vitals können Webmaster dabei unterstützen, die UX auf den eigenen Seiten zu überprüfen und konkrete Verbesserungspotentiale ausfindig zu machen. So können Seitenbetreiber die Kennzahlen für ihre Schlüsselseiten beispielsweise mit Google Lighthouse messen. Die Ergebnisse zeigen an, wie Google die Benutzerfreundlichkeit der Website bewertet und gibt entsprechend Aufschluss über das Suchranking. 

3. Fokus setzen & experimentieren

Bei leistungsbezogenen Metriken ist Experimentieren der Schlüssel, um schnelle Verbesserungen zu erreichen. Dabei sollten Website-Betreiber sich auf relevante Kennzahlen konzentrieren und SMARTE Ziele formulieren (smart = spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert). Das kann zum Beispiel sein, die Seitenladezeiten auf unter 1,5 Sekunden zu senken.

Eine Methode zur Verbesserung der Ladegeschwindigkeit ist das Lazy Loading. Dabei werden Daten erst bei Bedarf nachgeladen. Große Bilder im Footer werden beispielsweise erst dann vom Server geladen, wenn sie im sichtbaren Bereich sind.

Während die Seitenladezeit durch Lazy Loading optimiert werden kann, kann die Methode sich allerdings gleichzeitig negativ auf eine andere der Core Web Vitals auswirken: Cumulative Layout Shifts (CLS). Das bedeutet: Das Layout einer Seite verändert sich plötzlich. Wer z.B. gerade einen Text liest, findet sich im nächsten Moment in einem völlig anderen Absatz wieder, da beispielsweise Bilder nachgeladen wurden. Diese “Layout-Sprünge” lassen sich vermeiden, indem die Inhalte, die durch Lazy Loading nachgeladen werden, mit Platzhaltern versehen werden.

Darüber hinaus spielt das große Thema Progressive Web App (PWA) eine bedeutende Rolle, um die Gesamtperformance einer Website zu optimieren. Neben der Senkung der Ladezeit bringt die neue Technologie zahlreiche weitere Vorteile mit sich, die sich extrem positiv auf die Optimierung der Core Web Vitals auswirken.

Fazit und Ausblick: PWAs sind die Zukunft

Mit dem Ranking-Update geht Google einen weiteren Schritt in Richtung konsequenter Verbesserung der Benutzererfahrung. Die Einführung der Core Web Vitals zeigt einmal mehr, dass die User Experience und die Suchmaschinenoptimierung letztendlich Hand in Hand gehen. Seitenbetreiber haben die Möglichkeit, ihr Suchranking positiv zu beeinflussen, indem sie die neuen Metriken nutzen, um ihre Website weiter zu optimieren.

Das Google-Update spiegelt zudem einen Trend wider, der sich zunehmend in der digitalen Welt abzeichnet: Mobile First. Das Unternehmen legt schon seit Langem großen Wert auf die mobile Optimierung. Während Websites anfangs nur in der Desktop-Version geladen wurden, wurden diese im Zuge des Responsive Webdesign optisch auf mobile Endgeräte angepasst. Diese Veränderung war allerdings in den meisten Fällen rein visueller Natur, die Struktur der Websites wurde sozusagen für Smartphone, Tablet & Co. “umgemalt”. Beim Mobile-First-Ansatz hingegen werden die Seiten nun in ihrem Kern auf mobil zugeschnitten. Die o. g. Core Web Vitals spielen dabei eine essentielle Rolle.

Es geht heute in erster Linie darum, mobilen Nutzern ein reibungsloses Online-Erlebnis zu bieten. Und das vor allem auch dann, wenn diese unterwegs sind und nur eine geringe Bandbreite zur Verfügung haben. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, das PWAs in diesem Zusammenhang die E-Commerce-Welt revolutionieren werden. 

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