Dialogmarketing mit dem Shopware Flow Builder

Von Alexandra Vollmer
14. Januar 2022
Lesezeit: 3 Minuten

Es ist ein offenes Geheimnis: Ein Onlineshop muss nicht nur verkaufen, sondern zunehmend auch gut kommunizieren. Features für ein professionelles Dialogmarketing werden daher für Shop-Betreiber:innen immer wichtiger.

Das erkennen wir auch im Beratungs- und Projektalltag bei dmf. Da geht es nicht mehr nur darum, eine standardisierte Bestellbestätigung zu verschicken, sondern individuell in den Dialog mit den Kund:innen zu gehen. 

Flow Builder schafft mehr Optionen

Klassiker in der Kund:innen-Kommunikation wie die automatisierte Bestellbestätigung hat das Shopsystem Shopware bisher über sogenannte Business-Events abgebildet. Für verschiedene Events, die Kund:innen im Frontend triggern, konnten jeweils individuelle Mails verschickt werden. Die Registrierung ist abgeschlossen? Es erfolgt eine entsprechende Mail an die Kund:innen. Die Bestellung ist abgeschlossen? Eine weitere Mail geht raus. 

Nicht nur, dass das Dialogmarketing damit ausschließlich eine Aktion vorsah – nämlich den Versand einer Mail. Es musste auch für jeden Trigger ein separater Flow gebaut werden. Daran hat Shopware jetzt gearbeitet und mit dem neuen Flow Builder eine Möglichkeit geschaffen, verschiedene individuelle Geschäfts- und Kommunikationsprozesse automatisiert in sogenannten Flows abzubilden. Ein Flow besteht jeweils aus einem Trigger, also das, was Kund:innen im Frontend veranlassen, einer Bedingung, die beschreibt, wann eine Aktion erfolgen soll und die Aktion selbst.

Die passenden Regeln lassen sich mit dem bereits bekannten Rule Builder bauen. Und zwar nicht nur linear, mit einem Anfang und einem Ende. Mit dem Flow Builder lässt sich das Spektrum an Triggern und Regeln jetzt beliebig erweitern – ohne, dass es dafür eine separate Codierung braucht. Damit folgt Shopware dem sogenannten “No-Code-Trend”.

Zum Fest gibts ein Geschenk

Shop-Betreiber:innen wollen sich für die Treue eines Kunden/einer Kundin bedanken? Kein Problem. Wir bauen einen Flow, mit dem bei der 10. Bestellung ein Dankeschön rausgeht. Zusätzlich mit einer Rabattierung auf den nächsten Einkauf. Was Nettes zum Fest? Bitte sehr. Kund:innen, die an Nikolaus, an Weihnachten oder auch an Halloween bis 12 Uhr bestellen, erhalten ein kleines Geschenk zum Fest.

Mit solchen sogenannten “Wenn-Dann-Abfragen” lassen sich individuelle Prozesse im Shop mit hoher Flexibilität abbilden – und das ohne großen Programmieraufwand. Trotz der hohen Komplexität bleiben die Abläufe übersichtlich. Durch Farbigkeit und anschauliche geometrische Formen sind die Prozesse selbst im Backend ansprechend gestaltet und lassen sich gut nachvollziehen.

Daten an externe Programme

Die Kommunikation hört nicht beim Shop selbst auf. Mit der Shopware-Professional-Edition lassen sich Daten auch an externe Server übertragen. Übertragen werden können Daten an alle Drittsysteme, die einen entsprechenden Webhook bereitstellen. 

Shop-Betreiber:innen können auf diese Weise beispielsweise im Shop Kund:innen taggen, die sich für eine konkrete Produktkategorie interessieren – und sie speziell mit einem Newsletter zu diesem Thema versorgen. Auch Nachrichten im Slack-Channel, ausgelöst durch konkrete Regeln, sind denkbar.

Für Händler:innen mit Filialsystem interessant: Kund:innen wählen im Checkout den Händler/die Händlerin aus, wo sie die Ware abholen wollen. Durch einen entsprechenden Flow wird die Ware verschickt und die jeweiligen Händler:innen werden über die Abholung informiert. Die Datenübertragung funktioniert ohne die sonst übliche API-Schnittstelle. 

Da ist Musik drin

Flow Builder steckt zwar noch in den Kinderschuhen. Wir sind jedoch überzeugt, dass sich hier enormes Potenzial für das Dialogmarketing unserer Kund:innen nutzen lässt. Perspektivisch sind zahlreiche differenzierte Anwendungsfälle für die Kommunikation zwischen Händler:innen und Kund:innen im Shop und auch darüber hinaus vorstellbar. Ein Riesen-Plus für das Dialogmarketing. Oft braucht es dafür nur einen geringen Programmieraufwand.

Drei Vorteile auf einen Blick: 

  1. Geringer Pflegeaufwand für Business Events
  2. Deutlich höhere Übersichtlichkeit
  3. Mehr Flexibilität und Individualität in der Erstellung von Geschäftsprozessen

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